Galavorstellung von Marc Marquez am Sachsenring! Er liefert ein fehlerfreies MotoGP-Rennen und verwandelt seine Pole Position souverän mit 6,4 Sekunden Vorsprung zu seinem neunten Sieg in der Königsklasse beim Deutschland-Grand-Prix, dem zwölften über alle WM-Klassen hinweg. Marquez beendet somit zum vierten Mal in Serie nach Mugello, Aragon und Assen ein Wochenende mit dem Punktemaximum von 37 Zählern. Fabio Di Giannantonio und Marco Bezzecchi werfen Podiumsplatzierungen mit Stürzen weg, Alex Marquez und Francesco Bagnaia erben die Ränge zwei und drei.

In der Fahrer-WM baut Marc Marquez seinen Vorsprung gegenüber Bruder Alex auf 83 Punkte aus. Bagnaia liegt als Dritter 147 Zähler zurück.

MotoGP Sachsenring: Der Rennfilm im Sprint

Die Startaufstellung: 1. M. Marquez, 2. Zarco, 3. Bezzecchi, 4. Acosta, 5. A. Marquez, 6. Quartararo, 7. Di Giannantonio, 8. Miller, 9. Binder, 10. Bagnaia, 11. Oliveira, 12. Aldeguer, 13. Marini, 14. R. Fernandez, 15. Mir, 16. Rins, 17. Ogura, 18. Savadori, DNS Vinales, DNS Morbidelli

Start: Marc Marquez kommt gut weg und verteidigt seine Pole Position vor Marco Bezzecchi, Fabio Di Giannantonio, Alex Marquez, Johann Zarco und Pedro Acosta.

Runde 1/30: Di Giannantonio bremst sich in der vorletzten Kurve an Bezzecchi vorbei, der kontert aber in der Zielkurve und behält Rang zwei.

Runde 2/30: Di Giannantonio versucht es erneut in der vorletzten Kurve und dieses Mal bleibt er vor Bezzecchi, der in der Zielkurve auch noch Alex Marquez vorbeilassen muss.

Lorenzo Savadori ist gestürzt, kann aber weiterfahren.

Runde 3/30: Bezzecchi kontert in Kurve eins gegen Alex Marquez und holt sich Rang drei zurück.

Miguel Oliveira crasht aus dem Rennen.

Runde 4/30: Acosta ist gestürzt! Der KTM-Star versenkt seine RC16 auf Platz fünf liegend in Kurve zwei.

Runde 6/30: Marc Marquez schraubt seinen Vorsprung erstmals auf mehr als eine Sekunde.

Runde 12/30: Nachdem Di Giannantonio seinen Rückstand zwischenzeitlich verkleinern konnte, antwortet Marc Marquez nun eindrucksvoll und brummt ihm in einer Runde mehr als fünf Zehntel auf. Die Lücke wächst damit erstmals auf mehr als zwei Sekunden an.

Runde 15/30: Di Giannantonio bröckelt nun. Bezzecchi nähert sich in großen Schritten.

Runde 18/30: Di Giannantonio ist auf Platz zwei gestürzt! Er rutscht beim Anbremsen zu Kurve eins weg und ist aus dem Rennen. Wenige Sekunden später crasht auch Zarco in Turn 1. Die Stewards leiten eine Untersuchung gegen den LCR-Mann ein, da er unter Gelber Flagge gestürzt sein könnte. Schließlich wird aber keine Strafe ausgesprochen.

Runde 21/30: Nun ist auch Bezzecchi gestürzt! Ihn erwischt es ebenfalls in Kurve eins. Alex Marquez rückt damit auf Rang zwei vor, Bagnaia ist Dritter.

Runde 22/30: Was ist hier los? Ogura räumt Mir in Kurve eins ab, auch diese beiden Fahrer sind aus dem Rennen. Die Stewards entscheiden auf einen Rennunfall. Direkt dahinter stürzt Savadori ein zweites Mal und muss nun ebenfalls aufgeben. Auch gegen ihn wird eine Untersuchung wegen einem möglichen Sturz unter Gelber Flagge eingeleitet. Nur noch zehn Fahrer sind in diesem Grand Prix.

Ziel: Marc Marquez gewinnt trotz ausführlichem Jubel in der letzten Runde überlegen mit 6,4 Sekunden Polster auf Alex Marquez. Bagnaia wird weitere sieben Zehntelsekunden dahinter Dritter. Fabio Quartararo wird Vierter vor Fermin Aldeguer und Luca Marini. Brad Binder holt Rang sieben. Jack Miller, Raul Fernandez und Alex Rins sind die letzten Fahrer im Ziel.

Die Stimmen vom MotoGP-Podium am Sachsenring

Marc Marquez (Sieger, Ducati): "Der Sachsenring war für mich auch dieses Jahr sehr besonders. Ich bin nach drei Siegen mit großem Selbstvertrauen hierher gekommen und habe mich von Beginn an super gefühlt. Ich befinde mich in einer großartigen Phase, aber es ist erst die Hälfte der Saison geschafft. Jetzt gilt es, weiter konzentriert zu sein. Danke Sachsenring! Ich liebe dich!"

Alex Marquez (Zweiter, Gresini): "Ich hatte heute natürlich etwas Glück, weil die Fahrer vor mir gestürzt sind, aber man muss es eben auch ins Ziel schaffen. So ist der Rennsport! Heute ging es darum, durchzukommen. Ich bin sehr glücklich. Es ist unglaublich, dass ich jetzt hier stehe. Danke an alle, die das möglich gemacht haben: Die Ärzte, die Physios und so weiter. Dieses Podium ist für sie und Borja (Gomez)!"

Francesco Bagnaia (Dritter, Ducati): "Es war ein sehr hartes Rennen. Die Bedingungen waren zwar viel besser als im Vorjahr, aber Kurve eins war wirklich schwierig, vor allem wenn man mit Bremsdruck eingebogen ist. Ich habe es aber wieder auf Rang drei geschafft. Es scheint so, als wäre es in diesem Jahr egal, wo ich starte - ich werde immer Dritter. Ich bin aber zufrieden. Jetzt gilt es, positiv zu bleiben und für Brünn eine weitere Verbesserung zu finden."