MotoGP

Crutchlow erleidet Mittelhandbruch - Kritik an Kerbsertzung in Malaysia

Kämpfernatur Cal Crutchlow: Der Brite bricht sich im Training einen Mittelhandknochen, erobert aber noch P5. Auf die Streckenbetreiber ist er stinksauer:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Cal Crutchlow hat sich bei einem Sturz im Training in Sepang den Mittelhandknochen der linken Hand gebrochen. Die Verletzung wurde erst nach dem Qualifying diagnostiziert, als Crutchlow über starke Schmerzen klagte.

Was war passiert? Zu Ende des dritten Trainings stürzte Crutchlow in Kurve sieben. Auf Kurs zu persönlicher Bestzeit rutschte ihm das Motorrad weg und Crutchlow wurde in Richtung des Kerbs geschleudert. Genau dort brach er sich seine Hand.

Crutchlow kritisiert Kerbsetzung

Der Brite war nach seiner Verletzung sauer auf die Streckenbetreiber: "Wir wissen nicht einmal, warum an dieser Stelle überhaupt so ein hoher Kerb angebracht ist! Wir brauchen ihn nicht und nicht einmal die Formel 1 nutzt ihn dort. Ich habe mich genau dort verletzt so wie schon viele vor mir."

Wir haben schon mehrfach angefragt, den Kerb dort zu entfernen. Aber bislang hörte man nicht auf uns.
Cal Crutchlow

Ben Spies etwa verletzte sich an dieser Stelle so schwer, dass er die Saison 2012 vorzeitig beenden musste. "Wir haben schon mehrfach angefragt, den Kerb dort zu entfernen. Aber bislang hörte man nicht auf uns", ärgerte sich Crutchlow.

Bemerkenswert: Trotz seiner gebrochenen Hand quälte sich Crutchlow unter schwierigen Bedingungen durch Q1 des Qualifyings und sicherte sich Startplatz fünf für das Rennen am Sonntag - obwohl er im Qualifying noch einmal zu Boden ging. Mit einem neuerlichen Angriff auf den Sieg rechnet der zweifache Saisonsieger Crutchlow aber nicht.

"Die Hand ist in keinem guten Zustand. Schon das Fahren bei Regen war sehr schmerzhaft und anstrengend. Sollte es morgen trocken sein, wird es noch schwieriger", gestand er in Sepang. Antreten will Crutchlow zum Rennen aber in jedem Fall. Sein Glück: Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt aktuell rund 70 Prozent. Das würde zu etwas weniger Belastung der Hand in den Bremszonen führen.


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