MotoGP - Das Alpenglühen der MotoGP

Red Bull Ring: Strecke & Statistik

Der Red Bull Ring ist die neueste MotoGP-Attraktion. Die Fahrer freuen sich nicht nur auf eine malerische Kulisse. Der Kurs ist auch der schnellste im Kalender.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com
Onboard mit Jack Miller am Red Bull Ring: (02:59 Min.)

Ein Feier-Wochenende für die MotoGP-Gemeinde steht an: Nach dem überragenden Comeback der Motorrad-Weltmeisterschaft in Österreich im Vorjahr freut sich das egsamte Paddock auf die Rennen in der Alpenrepublik. Alles, was ihr über die Strecke, ihre Geschichte und Statistiken wissen müsst, haben wir euch in dieser Übersicht kompakt zusammengefasst.

Red Bull Ring: Geschichte und Layout

Das Gebiet rund um Spielberg und Zeltweg steht für Motorsport-Tradition pur. Die erste permanente Strecke wurde 1970 mit dem knapp sechs Kilometer langen Österreichring eröffnet. Ende der 80er-Jahre wurde die Formel 1 jedoch zu schnell für die Hochgeschwindkeitsbahn, sodass das Streckenlayout gekürzt und angepasst werden musste. Heraus kam nach jahrelangen und umfangreichen Umbauarbeiten der 4,318 Kilometer lange A1-Ring, der in seiner Form noch heute Bestand hat.

1996 wurde die Strecke eröffnet und wartete gleich mit der Motorrad-WM auf, ein Jahr später kehrte die Formel 1 zurück. Nach dem Österreich-GP 2003 flog Spielberg jedoch aus dem Formel-1-Kalender. Die Strecke wurde von Red Bull übernommen und sollte völlig neu aufgebaut werden, weshalb sie auch abgerissen wurde. Es folgte jedoch ein jahrelanges politisches Hick-Hack mit den Anrainern am Ring, weshalb die Strecke brach lag. Im Mai 2011 wurde die Strecke als Red-Bull-Ring wieder eröffnet. Schon im Premierenjahr der neuen alten Strecke gab sich die DTM in Österreich die Ehre, seitdem kamen immer mehr und immer namhaftere Serien in die Alpenrepublik (zurück). 2014 gab die Formel 1 ihr Comeback, 2016 folgte die MotoGP.

Die Piste verfügt über nur neun Kurven, wobei es sieben Mal nach rechts und nur zwei Mal links herum geht. Der Stop-and-Go-Charakter des Kurses sorgte schon in der Formel 1 für abwechslungsreiche und spannende Rennen, dazu löste der Red Bull Ring im Vorjahr Phillip Island als schnellste Strecke im MotoGP-Kalender ab. Andrea Iannone erreichte auf seiner Pole-Runde 2016 einen Schnitt von 186,9 Stundenkilometern, 4,8 km/h schneller als der flotteste Umlauf in der Geschichte des Phillip Island Circuit. Nahezu einmalig sind neben dem Speed auch die Höhenunterschiede, die in Spielberg zu überwinden sind. Die Fahrer erwarten Anstiege von bis zu zwölf Prozent und Gefälle von bis zu zehn Prozent, 65 Höhenmeter liegen zwischen höchstem und tiefstem Punkt der Strecke.

Red Bull Ring: Die Statistik

Erst drei Mal war der Red Bull Ring, ehemals bekannt als A1-Ring, Austragungsort eines Rennens der Motorrad-WM. Für die ersten beiden Rennen müssen wir in den Geschichtsbüchern gut 20 Jahre zurückblättern. 1996 und 1997 gab man sich die Ehre. Beide Rennen endeten mit einem - wie sollte es für damalige Verhältnisse anders sein - Doppelsieg für Repsol-Honda. Alex Criville gewann die Premiere vor Mick Doohan, im Jahr darauf siegte Doohan vor Tadayuki Okada. Im Vorjahr beendet Ducati mit einem Doppelsieg durch Andrea Iannone und Andrea Dovizioso die Serie von 100 sieglosen Rennen, Jorge Lorenzo komplettierte das Podium.

KategorieRekord und Fahrer
Rekordsieger: Alex Criville, Mick Doohan, Andrea Iannone (1)
Rundenrekord: 1:24.561 (Andrea Iannone, 2016)
Quali-Rekord: 1:23.142 (Andrea Iannone, 2016)

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