MotoGP

Lorenzo fährt in seiner eigenen MotoGP-Galaxie - Die Stimmen zum Sepang-Test: Tag 3

Nach ereignisreichen drei Tagen ist der erste Test zur MotoGP-Saison 2016 in Sepang zu Ende gegangen. Wir haben die finalen Eindrücke der Fahrer für euch.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Jorge Lorenzo (Yamaha, 1:59.580): "Die Rundenzeiten sprechen für sich, sie waren wirklich gut mit der neuen Elektronik und den harten Hinterreifen. Die weichen Reifen durften wir ja nach dem Vorfall gestern nicht mehr benutzen. Ich bin sehr glücklich mit Michelin, weil sie mit den neuen Vorderreifen einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Ich habe mich in den drei Tagen sehr wohlgefühlt und war schnell, auch wenn ich noch nicht ganz fit bin. Ich bin sicher, dass wir in Philip Island stärker sein werden und eine Rennsimulation durchführen können."

2. Valentino Rossi (Yamaha, 2:00.556): "Ich bin zufrieden mit dem Test und dem heutigen Tag, weil wir einen guten Job gemacht haben und viele unterschiedliche Dinge ausprobiert haben, wie man das Motorrad verbessern kann. Wir haben noch viel Arbeit vor uns und es bleibt die Frage, ob wir mit dem Bike arbeiten, das näher an dem 2015er Model ist oder mit dem 2016er. Wir werden sie in Phillip Island nochmal testen, da die neue Yamaha am Ende nicht so schlecht war. Ich habe auch die Winglets getestet, die sehr interessant sind. Sie verändern den Luftstrom, aber ich habe keinen Unterschied bemerkt. Ich bevorzuge das Bike ohne Winglets, das ist viel schöner!"

Marc Marquez und Honda haben noch Elektronik-Trouble - Foto: Milagro

3. Marc Marquez (Repsol Honda, 2:00.883): "Der letzte Tag lief ganz gut, da wir uns jeden Tag verbessern konnten. Wir sind noch bei Weitem nicht da, wo wir gerne wären, aber ich denke, dass wir einen guten Schritt vorwärts gemacht haben und langsam dort hinkommen. Heute habe ich viel an der Elektronik und dem Chassis gearbeitet, um zu verstehen, welches Setup am besten mit den neuen Reifen ist. Wir haben auch verschiedene Vorderreifen mit verschiedenen Profilen getestet. Insgesamt waren diese drei Tage positiv."

4. Cal Crutchlow (LCR, 2:00.992): "Heute haben wir verschiedene Einstellungen der Elektronik getestet und Honda war so nett, uns seine neuere Version des Motors zur Verfügung zu stellen. Es war nicht der neuste, aber wir konnten gut mit ihm arbeiten. Wir haben nicht zu viel gepusht, weil wir bei diesem Test keine Fehler machen wollten, und ich denke wir haben ganz gut abgeschnitten."

5. Casey Stoner (Ducati, 2:01.070): "Insgesamt verliefen die Tage gut für uns und ich bin überrascht, dass ich die drei Tagen testen konnte. Körperlich fühle ich mich gut, aber morgen wahrscheinlich nicht mehr. Heute lief es nicht schlecht, obwohl wir nicht so viele Runden fahren konnten. Nach dem Regen konnten wir endlich auf die Strecke, aber ich hatte mit dem Grip hinten zu kämpfen und habe zu viel Zeit dabei verloren, die richtige Balance zu finden. Aber wie gesagt, ich bin glücklich mit dem Ergebnis und die Arbeit mit Gigi Dall'Igna und dem Team war wirklich fantastisch!"

6. Dani Pedrosa (Repsol Honda, 2:01.161): "Es war ein harter Test, weil wir viel Arbeit hatten und die Ergebnisse das nicht widerspiegeln. Sie zeigen nicht das Potenzial, das da ist. Am Ende des Tages bin ich mit der besten Kombination, die wir finden konnten, auf die Strecke gegangen, habe verschiedene Reifen getestet und konnte die Zeiten etwas verbessern. Das Gute ist, dass wir uns Schritt für Schritt verbessern und unser Bestes geben, um für das Rennen bereit zu sein."

Danilo Petrucci verlor viel Zeit an der Box - Foto: Pramac

7. Danilo Petrucci (Pramac, 2:01.217): "Wenn das Glück gestern auf unserer Seite war, um eine schnelle Runde zu fahren, haben wir es heute verloren. In nur acht Runden hatte ich zwei Probleme, die mich für mehrere Stunden in der Box hielten. Ich war enttäuscht, weil wir heute besonders die Renn-Pace verbessern wollten. Alles in allem bin ich glücklich, weil der Test positiv verlaufen ist."

8. Andrea Iannone (Ducati, 2:01.223): "Am Ende war der Test etwas ungewöhnlich, weil wir uns nicht nur auf das Motorrad konzentrierten, sondern das Hauptaugenmerk auf die neuen Michelin-Reifen legten. Ich bin glücklich mit dem Fortschritt in diesem Bereich. Der Test hat uns dabei geholfen, das neue Bike kennenzulernen und Probleme, die uns schon länger belasten, zu lokalisieren. Heute war ein positiver Tag, auch wenn ich am Ende wegen kleinerer Probleme keine schnelle Runde fahren konnte."

9. Scott Redding (Pramac, 2:01.229): "Ich bin froh, heute schneller gewesen zu sein. Wir haben vieles ausprobiert und konnten ein gutes Ergebnis erzielen. Ich glaube, heute war der produktivste Tag des Tests. Das Ziel war es, Geschwindigkeit und Konstanz mit gebrauchten Reifen zu erreichen und während ich gestern oft eine 2:03 gefahren bin, konnte ich konstant 2:02 fahren, was mich sehr glücklich macht."

10. Maverick Vinales (Suzuki, 2:01.244): "Nach dem heutigen Tag bin ich sehr zufrieden. Ich konnte sowohl auf einer fliegenden Runde, als auch bei der Rennpace glänzen, obwohl wir mit den harten Reifen fuhren. Wir konnten die Elektronik etwas verbessern, aber es ist noch Luft nach oben. Einige Fahrer machen hier wirklich den Unterschied aus, aber es gibt auch Werksfahrer, die nicht so weit weg von uns sind. Wir müssen noch an der Elektronik feilen, um alles herausholen zu können, aber die Kraftentfaltung und die Spitzenleistung machen mich schon happy."

Hector Barbera sieht die neuen Regeln als Chance - Foto: Avintia

11. Hector Barbera (Avintia, 2:01.434): "Ich bin glücklich, weil wir die letzte Saison sehr gut beendet haben und noch stärker in diese gestartet sind. Nach drei Tagen in Sepang muss ich hervorheben, dass wir immer in den Top-10 waren, was unser Ziel in dieser Saison ist. Wir müssen realistisch sein und Schritt für Schritt gehen. Die neue Einheitselektronik bringt die Rundenzeiten näher zusammen und die Lücke zu den Werksmotorrädern sollte kleiner werden. Aber ich glaube nicht, dass die Reifen einen großen Unterschied machen werden, weil sie auch in der Vergangenheit für alle gleich waren. Deshalb ist für mich die Elektronik entscheidend."

12. Aleix Espargaro (Suzuki, 2:01.623): "Heute morgen haben wir den neuen Motor mit dem 2015er Chassis genutzt und das Gefühl war sehr positiv. Wir waren gut dabei und nahe an der Spitze dran. Am Nachmittag wechselten wir zum 2016er Chassis, aber das funktionierte nicht so gut. Wir müssen weiter testen, um eine effektive Konfiguration zu finden. Ich spüre, dass wir Schritte nach vorn gemacht haben mit dem Getriebe und der Elektronik, aber auch mit den Reifen. Das Gefühl für das Vorderrad hat sich verbessert und auch der Speed in den Kurven ist schneller."

13. Andrea Dovizioso (Ducati, 2:01.675): "Wir hatten heute einige Probleme, die wir hier nicht lösen konnten, und die uns den ganzen Tag einbremsten. Am Nachmittag starteten wir direkt und konnten eine gute Zeit setzen. Wir testeten auch mit gebrauchten Reifen und das Motorrad wurde besser, aber wir hatten ein anderes Problem am Ende der Session. Ich konnte nicht so viele Runden fahren wie gewollt. Das wäre wichtig für die Umstellung auf die Michelins gewesen."

14. Yonny Hernandez (Aspar, 2:01.774): "Ich bin glücklich mit den Änderungen am Motorrad und den Fortschritten mit der neuen Elektronik. In den drei Tagen haben wir viel an der Traktionskontrolle gearbeitet und ich habe versucht meinen Fahrstil an die neuen Reifen und die Elektronik anzupassen. Alles was wir versucht haben war positiv und ich hoffe, dass wir uns in Australien weiter verbessern können. Die Ducati hat viel Power und manchmal ist es schwer, den harten Hinterreifen zu kontrollieren. In Australien werden wir also daran arbeiten mehr Grip zu finden."

Pol Espargaro fokussierte sich auf die Elektronik - Foto: Tech3

15. Pol Espargaro (Tech3, 2:01.870): "Heute haben wir uns darauf konzentriert, die Elektronik besser zu verstehen. Besonders in Kombination mit dem harten Reifen war der Grip sehr schlecht. Jetzt müssen wir die gesammelten Daten analysieren und einen Plan für den kommenden Test in Phillip Island aufstellen."

16. Bradley Smith (Tech3, 2:01.918): "Ich habe gestern eine gute Rundenzeit gesetzt, also habe ich mich heute auf die Rennsimulation konzentriert und das Handling des Motorrads mit einem vollen Tank. Wir haben auch weiter an der Elektronik gearbeitet, um so viel Grip wie möglich mit gebrauchten Reifen zu erlangen. Die Ergebnisse haben dem Team gezeigt, was verbessert werden muss. Ich habe auch den Intermediate getestet, was ich auch Brünn getan habe, aber dieser war anders und näher an einem Slick. Er funktionierte besser als es nass war, aber er ist keine Option für richtigen Regen."

17. Loris Baz(Avintia, 2:02.541): "Ich bin glücklich, dass ich heute, nach dem heftigen Sturz gestern, fahren konnte. Als ich aufgewacht bin, hatte ich Schmerzen im Nacken und im rechten Arm, aber nachdem ich einmal auf dem Bike saß, verschwanden sie. Durch den Regen mussten wir später starten, aber meine Rundenzeiten waren trotzdem gut. Ich habe einen Reifen genutzt, der bereits zehn Runden gefahren wurde, während alle anderen einen neuen für einen Angriff auf die Zeiten nutzten. Also bin ich sehr glücklich. Wir konnten auch den Grip verbessern, der am ersten Tag nicht da war, weswegen ich Sepang zufrieden verlasse."

18. Stefan Bradl (Aprilia, 2:02.792): "Die Tests waren sehr intensiv und wurden vor allem dafür genutzt, die Elektronik zu verbessern. Wir haben Fortschritte gemacht, obwohl es noch immer viel Luft nach oben gibt. Das war der letzte Test mit dem 2015er Bike, deswegen war es wichtig so viele Daten wie möglich zu sammeln, damit es die Rennabteilung leichter hat. Meine Gedanken sind bereits beim nächsten Test in Katar, wo wir ein komplett neues Motorrad haben werden, auf dem wir alles, was wir hier gelernt haben, umsetzen müssen."

Esteve Rabat stürzte gleich zwei Mal an diesem Tag - Foto: Estrella Galicia

20. Tito Rabat (Marc VDS, 2:03.012): "Gestern hatten wir mit dem harten Hinterreifen zu kämpfen, deswegen stand die Arbeit daran heute im Fokus. Wir haben viele Änderungen am Motorrad vorgenommen und das Gefühl wurde besser, was an den Rundenzeiten zu sehen war. Der Sturz in Kurve fünf war seltsam, weil ich auf der Outlap und dementsprechend nicht schnell unterwegs war, aber der Vorderreifen klappte ein und ich stürzte. Ich ging mit dem zweiten Bike wieder raus, aber die Streckenbedingungen verschlechterten sich und ich stürzte in der letzten Kurve wieder. Danach entschieden wir uns aufzuhören, weil die Bedingungen nicht mehr besser werden sollten."

21. Alvaro Bautista (Aprilia, 2:03.183): "In den drei Tagen haben wir viel gearbeitet, besonders an der Elekronik. Wir haben viele kurze Sessions gemacht, um unseren Mechanikern die Möglichkeit zu geben, viele Daten zu kleinen Änderungen analysieren zu können. Die gesammelten Informationen werden dann zu Hause analysiert. Es gibt noch viel zu tun. In Bezug auf die Reifen haben sich mein Verständnis und mein Gefühl sehr verbessert. Nachdem ich meine ganze MotoGP-Karriere mit einem Reifentyp gefahren bin, habe ich einige Zeit bei der Umstellung gebraucht."

22. Eugene Laverty (Aspar, 2:03.519): "Leider war es nicht der beste Test für uns, da ich wegen meines Crashs den zweiten Tag auslassen musste. Ich war bereit für Tag drei, aber nach dem Regen am Morgen warteten wir, dass die Strecke abtrocknen würde, und dann hatten wir Probleme mit der Kupplung, weswegen ich keine komplette Runde fahren konnte. Dann regnete es wieder, was sehr schlecht war für uns! Positiv war, dass ich ein paar Runden fahren und meine Hand checken konnte. Zuerst hatte ich Schmerzen, aber je mehr ich die Hand benutzte und den Handschuh anließ, je besser fühlte sie sich an. Am Ende des Tages wurden die Schmerzen wieder schlimmer, weswegen ich mich entschied aufzuhören. Jetzt ruhe ich mich aus und hoffe für den nächsten Test in Australien wieder 100% fit zu sein."


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