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MotoGP

Sturz wegen schlechter Dämpfer - Bradl: Federungs-Experiment geht schief

Stefan Bradl und Loris Baz wurden am Mittwoch zu Versuchskaninchen. Doch das Yamaha-Experiment erwies sich als Flop.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Stefan Bradl schließt seinen ersten Test bei Forward Yamaha mit gemischten Gefühlen ab. Zwar konnte er in Valencia insgesamt 88 Runden absolvieren und sich schon am Montag durchaus mit seinem Open-Bike anfreunden, doch am Mittwoch ging ein Experiment mit Stoßdämpfern von Kabaya gehörig schief.

Auf Druck von Yamaha, dem Eigentümer von Kabaya, fuhr Forward am Mittwoch anstatt mit den in der MotoGP üblichen Öhlins-Dämpfern mit dem japanischen Produkt. Das Resultat war ein Crash von Bradl gegen Ende der Session, als das Motorrad aufgrund der Stoßdämpfer sich nicht mehr stabil in die Kurven legen ließ.

Stößdämpfer bringen Bradl zu Sturz

Bradl war aufgrund seines Sturzes nicht sehr begeistert vom Kabaya-Produkt. In einer Presseaussendung des Teams fiel Bradls Wortwahl gemäßigter aus als sie wohl war. "Heute haben wir die neue Aufhängung getestet. Wir müssen das Potenzial erst richtig verstehen", wird Bradl zitiert.

Ich brauche noch Zeit, etwas mehr Vertrauen zum Motorrad aufzubauen.
Stefan Bradl

Sein Fazit der dreitägigen Testfahrten fiel nicht allzu optimistisch aus: "Ich brauche noch Zeit, etwas mehr Vertrauen zum Motorrad aufzubauen. Es ist doch etwas anders als jenes, das ich bisher gefahren bin." Den Montag hatte Bradl als Zwölfter mit 1,2 Sekunden Rückstand abgeschlossen, am Mittwoch landete er mit 1,8 Sekunden Rückstand auf Platz 15.

Superbike-Umsteiger Loris Baz hatte ganz andere Probleme. "Am ersten Tag haben wir uns darauf konzentriert, das Motorrad an meine Größe anzupassen. Am zweiten Tag habe ich mich an das Limit im Nassen herangetastet. Ich bin zwar zweimal gestürzt, aber das Grundgefühl war dennoch gut", führte der Franzose aus.

Nach dem abschließenden Mittwoch meinte der Rookie: "Heute war ich schon recht selbstsicher unterwegs, auch wenn ich mich noch besser an Bridgestone-Reifen und Karbonbremsen gewöhnen muss. Wir werden in Jerez weitermachen."


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