Cal Crutchlow erlebte in Malaysia drei erfolgreiche Testtage. "Ich bin sehr zufrieden darüber, wie bei diesem Test alles geklappt hat und es war eine wirkliche Vertrauensstärkung zum Start in 2012. Sepang ist eine Strecke, auf der ich einfach nicht richtig zurechtkomme und auch das Fahren nicht genießen kann, aber ich war am ersten Tag Dritter und am zweiten Tag Fünfter", freute er sich.

Am letzten Tag landete der Brite nur auf Rang sieben, da ihn ein früher Sturz, wobei er in Kurve 13 von der Strecke abgekommen war, ein wenig einbremste. "Es war mein Fehler und das hat mir ein wenig Streckenzeit gekostet und als ich dann wieder Vertrauen hatte, hätte ich am Ende viel schneller fahren können, aber es begann zu regnen", erkärte er. Das Gute sei aber gewesen, dass seine Rundenzeiten konstant waren und das sei ein gutes Zeichen für die Zukunft. "Ich bin nicht so schnell wie Stoner, Spies, Pedrosa oder Lorenzo, aber was Konstanz angeht, bin ich der Beste der Verfolger", war er sich sicher.

Die neue 1000ccm YZR-M1 habe die starken Punkte der 800er mit gutem Kurveneingang und Umlegen behalten. Crutchlow ergänzte: "Aber wir müssen das Motorrad am Kurvenausgang verbessern. An den ersten beiden Tagen unter den Top-5 und auch am dritten Tag nicht so weit weg zu sein ist ein großartiger Start, aber ich werde jetzt nicht abheben. Das ist erst der erste Test und obwohl Tests sehr wichtig sind, ist erst wirklich wichtig, was am 8. April in Katar passiert."

Zwischen zwei Welten

Sein neuer Teamkollege Andrea Dovizioso verletzte sich erst wenige Wochen vor dem ersten Test, trat aber trotzdem an. "Ich bin wirklich froh, dass ich zu diesem Test kommen und die Maschine fahren konnte, denn viele haben gesagt es wäre nicht möglich. Das Schlüsselbein hat ein paar schwere Brüche erlitten, aber der Test hier ist einfach zu wichtig. Daher möchte ich mich bei allen bedanken, die mich zuhause unterstützt haben", äußerte er.

Dovizioso war zudem überzeugt, dass er beim Test viel erreichen kann, auch wenn es ihm sein Körper nicht dankt. "Aber ich konnte fahren und mein Gefühl für die Yamaha verbessern, es ist schon besser, als bei meiner ersten Ausfahrt in Valencia. Ich verstehe die Maschine und ich habe auch verstanden, dass ich meinen Fahrstil noch mehr umstellen muss", erklärte er zum neuen Arbeitsgerät.

Der Italiener meinte zudem, dass zwischen der Yamaha und der Honda Welten liegen. "Also muss ich lernen die Stärken der M1 besser zu nutzen. Körperlich war es anstrengend. Das Anbremsen in den Rechtskurven vor allem und die Richtungswechsel, denn ich habe noch nicht so viel Kraft. Ich freue mich aber auf den nächsten Test hier, dann bin ich wieder 100 Prozent fit."