Dorna-Chef Carmelo Ezepeleta hat dementiert, dass Druck auf Fahrer wie Valentino Rossi, Casey Stoner oder Jorge Lorenzo ausgeübt wurde, damit sie Anfang Oktober beim Japan Grand Prix antreten. Besonders diese drei Piloten hatten Bedenken wegen einer Reise nach Motegi geäußert, weil sie Angst haben, dass das beim Erdbeben und Tsunami im März beschädigte Kernkraftwerk Fukushima in etwas mehr als 100 Kilometer Entfernung auch die Gegend rund um die Strecke verseucht haben könnte.
Zwar gab es einen von Dorna und FIM in Auftrag gegebenen Prüfbericht, der zeigte, dass kein Risiko in Motegi besteht, doch auch davon ließen sich die Piloten nicht überzeugen. Mittlerweile haben aber zumindest das Yamaha-Werksteam, Tech 3 Yamaha und die Aspar-Mannschaft offiziell bestätigt, dass sie nach Japan reisen werden - Honda hatte ohnehin immer gesagt, man wolle mit allen Fahrern antreten. Rossi war zuletzt der letzte große Name, der sich noch laut gegen eine Anreise gewehrt hat und da er nach wie vor der bekannteste Name in der MotoGP ist, wäre es nicht unbedingt schön für die Dorna, sollte er nicht antreten.
Ezpeleta hat aber verneint, dass von seiner Seite Druck gemacht wird, um den Italiener oder andere Fahrer nach Japan zu zwingen. "Ich habe nie versucht, Valentino oder sonst jemanden dazu zu überreden, wohin zu fahren, wo er nicht hin will. Das Einzige, was ich getan habe, war ihnen die Information zu geben, die wir haben und wie ich vom Anfang dieser Sache an gesagt habe, jeder ist frei, seine eigene Entscheidung zu treffen", zitierten die Motorcycle News den Spanier.

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