Mit einem fünften Startplatz könnte Marco Simoncelli im Normalfall ganz gut leben, doch sein fünfter Startplatz in Misano schmeckte dem Italiener nicht so. "Ich bin hier recht stark, aber wir müssen stärker sein, denn die Top-3 sind extrem schnell", hielt Simoncelli fest. Auf der anderen Seite beruhigte er sich damit, dass er gegen Ben Spies und Andrea Dovizioso durchaus kämpfen kann. Seine Chancen für den Sonntag wollte er noch dadurch steigern, indem er im Warm-Up ein paar Verbesserungen für die Bremsphase plante.

"Ich bin mir sicher, mit einer härteren Mischung vorne hätte ich weniger Probleme gehabt, aber so ist die Situation nun einmal und wir müssen uns anpassen", erklärte er. Angepasst hatte sich Gresini Racing anscheinend an das Problem mit dem möglichen Benzinmangel im Rennen. Laut Simoncelli hat sich die Lage am Samstag verbessert und das Rennen sollte ohne Schwierigkeiten zu Ende gefahren werden können.

Teamchef Fausto Gresini zeigte sich zufrieden mit Simoncellis Vorstellung am Samstag. Das lag vor allem daran, weil es nicht ganz rund gelaufen war. "Es war nicht leicht, den richtigen Kompromiss beim Setup zu finden, vor allem beim Benzinverbrauch. Die ersten Drei sind sehr schnell und ich denke, es wird morgen für Marco schwer, an ihnen dranzubleiben. Wir werden morgen Früh ein paar Dinge ausprobieren und dann weiterschauen", sagte Gresini.