Im Winter sah es noch gut aus für die Paarung Randy de Puniet und Ducati, doch der Verlauf der Saison zeigte bislang, dass auch der Franzose einige Probleme mit der Diva hat. Motorsport-Magazin.com ging der Sache auf den Grund.

Wo liegen Deine Probleme allgemein in diesem Jahr?
Randy de Puniet: "Das Problem ist das Motorrad, es ist generell schwierig, die Kurvengeschwindigkeit zu halten, eine gute Abstimmung zu finden und wir haben viel gekämpft, um ein gutes Setting hin zu bekommen, aber das ist sehr, sehr schwer. Wenn dann auf der Strecke die erste Session - wie hier - gut verläuft, dann geht das alles, aber in den letzten Rennen war schon immer die erste Session schwierig und dann ist auch das ganze Wochenende kompliziert. Hier bin ich allerdings durchaus zuversichtlich."

Was sind Deine Ziele für diese Saison?
Randy de Puniet: "Das hat sich eigentlich schon erledigt, denn ich wollte der beste Privatfahrer sein, habe im ersten Teil der Saison aber zu viele Punkte verschenkt. Ich hoffe nur, dass ich an jedem Rennwochenende halbwegs gut abschneiden kann, mit dem Motorrad gut zurecht komme und regelmäßig in den Top-10 landen kann."

Was wirst Du in zehn Jahren machen?
Randy de Puniet: "Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre hier in der MotoGP bleiben kann und danach vielleicht noch einige in der Superbike dranhänge, aber das weiß ich noch nicht genau. Außerdem hoffe ich, dass ich bis dahin eine Familie habe. [lacht]"

Zu viele Patzer für Randy de Puniet in der ersten Saisonhälfte, Foto: Milagro
Zu viele Patzer für Randy de Puniet in der ersten Saisonhälfte, Foto: Milagro

Gibt es jemanden im Fahrerlager, den Du besonders magst?
Randy de Puniet: "Ich bin jetzt seit 13 Jahren hier, man kennt einfach jeden. Ich komme gern hierher, aber dann möchte ich auch schnell sein und nicht so langsam wie dieses Jahr. Wenn ich auf dem Motorrad sitze und schnell bin, dann liebe ich es natürlich an der Rennstrecke zu sein, aber wenn du nur hinten herum fährst und das Erlebnis nicht genießen kannst, dann macht es auch keinen Spaß."

Gibt es jemanden, der Dich inspiriert?
Randy de Puniet: "Ja, schon früher mochte ich Kevin Schwantz immer, er ist ein interessanter Fahrer."

Vor zwei Jahren und auch letztes Jahr hat Dich der Motocross-Profi Yves Demaria immer begleitet. Warum ist er jetzt nicht mehr dabei?
Randy de Puniet: "Wir haben entschieden aufzuhören, denn wir haben gut zusammengearbeitet, waren uns aber einig, dass das nicht mehr nötig ist. Er hat mir sehr geholfen."

Gibt es etwas, dass Dich am Leben als Profi-Fahrer stört?
Randy de Puniet: "Nein, da gibt es nichts. Ich mag das sehr. Allerdings hasse ich es, wenn ich nicht gut bin, aber das ist nur mein persönliches Gefühl."

Hast Du schon über die Zeit nach der MotoGP nachgedacht?
Randy de Puniet: "Jetzt noch nicht, ich versuche noch ein paar Jahre dabei zu bleiben."