Der Sachsenring ist einzigartig, das haben schon viele Piloten der Motorrad-Weltmeisterschaft bestätigt. Motorrad-Legende Mich Doohan betitelte die Piste bei Hohenstein-Ernstthal einst sogar als "Micky Mouse Kurs". Nach dem Highspeed-Rennen von Mugello wird es nun für die MotoGP wieder technisch anspruchsvoller. Das weiß auch der aktuelle WM-Leader Casey Stoner. "Mugello ist sehr schnell und hat viele schnelle Richtungswechsel", meinte er in der Pressekonferenz vom Donnerstag. "Es ist eine sehr aufregende Strecke, an vielen Stellen kommt es zu hartem Racing. Der Sachsenring ist sehr technisch und im ersten Streckenteil sehr eng. Man muss die richtigen Linien haben."

Doch nicht nur das. Auch das Setup des Bikes ist wichtig. "Man muss die Maschine gut für die Kurven abstimmen, vor allem, wenn man das Gas aufreißt", meinte er weiter. "Der letzte Streckenteil ist schnell und flüssig. Es ist eine schwierige Strecke und sie ist nicht einfach. Die ersten Runden scheint es gut zu laufen, alles klar, aber sobald man das letzte bisschen rausholen will, wird es schwierig hier die Maschine abzustimmen und stark zu sein." Hart sei der Sachsenring vor allem auch, weil man lange in Schräglage nach links liegt. Dies bringe Probleme mit den Reifen, wie man schon in Mugello gesehen habe. "Daher werden wir uns dieses Wochenende etwas mehr darauf konzentrieren."

Stoner weiß, dass der Sachsenring in "den ersten Runden sehr gefährlich" sein kann. "Man hat keine Chance, die rechte Seite der Reifen aufzuwärmen. In der ersten Kurve ist man zu langsam, um Temperatur in den Gummi zu bekommen." Und im Omega werden nicht so große Schräglagen gefahren, wie man möchte. "Und die nächste Rechts ist dann eine schnelle im fünften Gang. Das ist nicht der beste Weg zum Reifen aufwärmen, bevor man zu einer so schnellen Kurve kommt. Das kann schwierig sein. Ich bin da schon gestürzt, wenn auch über die Front." Daher konzentriere man sich aber auch darauf, ein gutes, reifenschonendes Setup für das Ende des Rennens zu finden.