Wer in der MotoGP dieser Tage fünf Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel kommt, der rechnet damit, auf das Podest kommen zu können - immerhin war die eigene Pace ja nicht so weit vom schnellsten Mann im Feld entfernt. Bei Andrea Dovizioso reichte der geringe Abstand zum überlegen fahrenden Casey Stoner in Barcelona aber nicht, um auf das Podest zu klettern, was ihn doch etwas frustrierte. "Auch wenn wir uns im Vergleich zu Le Mans bei den Rundenzeiten verbessert haben, freue ich mich nicht, fünf Sekunden hinter dem Sieger Vierter zu werden", meinte er.

Knackpunkt war für den Italiener der Start gewesen, der war ihm misslungen und hatte das Rennen erschwert. Die Regentropfen, die in der zweiten Rennhälfte kamen, halfen auch nicht, doch es war von Anfang an schwierig. "In den ersten Runden hatte ich mit vollem Tank keine gute Stabilität an der Front. Mit den harten Reifen war die Traktion nicht so gut wie bei Lorenzo, Spies und Rossi, die mit weichen Reifen fuhren", sagte Dovizioso.

Insgesamt sorgten die verschiedenen Faktoren dafür, dass er zwar vor Valentino Rossi blieb, aber Ben Spies nicht gefährlich werden konnte. "Wir waren heute schnell und ich denke, mit einem guten Start hätten wir zumindest um das Podest kämpfen können. Es tut mir für das Team leid, da sie das ganze Wochenende hart gearbeitet haben. Jetzt freue ich mich auf Silverstone nächste Woche, ich mag die Strecke und hoffe dort auf ein gutes Ergebnis", erklärte der Repsol-Honda-Pilot.