Wenn man sich gerade in Bestform befindet, gibt man sich nur ungern mit dritten Plätzen zufrieden, aber Dani Pedrosa wollte sich von Startplatz drei im Motorland Aragon nicht runterziehen lassen. Er hatte wie geplant Reihe eins erreicht und alles andere war ihm relativ egal - außer vielleicht, dass die Pole möglicherweise drin gewesen wäre. "Ich habe einen Fehler gemacht und musste in meiner letzten Runde weit gehen, als es gut lief und ich 0,2 Sekunden vorne lag, also denke ich, die Pole war drin. Das Wichtige ist aber die erste Reihe. Jetzt müssen wir einfach konzentriert bleiben und einen guten Start hinlegen, denn die erste Kurve ist recht nahe an der Startlinie, daher wird es wichtig, dort sauber reinzukommen", sagte er.

Für das Rennen stellten sich ihm dann auch noch Fragen. Vor allem hätte er gerne gewusst, wie es mit dem Reifenverschleiß aussehen wird, denn weil es in Aragon noch kein MotoGP-Rennen gegeben hat, sind die Erkenntnisse in dieser Beziehung recht dünn. "Unsere Leistung in den vergangenen Rennen war aber toll und ich will hier unbedingt um den Sieg mitfahren. Jeder ist mit einem weißen Zettel in dieses Wochenende gegangen, also könnte es vielleicht eines der offensten Rennen der Saison werden."

Das wäre Andrea Dovizioso nur recht, denn er war nach dem Qualifying ganz und gar nicht zufrieden. So fand er seine Pace zwar in Ordnung, seinen Startplatz aus Reihe drei aber nicht. "Es ist schwierig, denn uns fehlt Speed und wir haben das nicht auf ein spezielles Problem eingrenzen können. Also müssen wir die Daten ansehen und die Änderungen analysieren, die wir im Warm-up machen können. Wir müssen den Speed in der Kurvenmitte und auch den Fluss beim Handling verbessern", meinte der Italiener. Seine Rennpace an sich fand er allerdings nicht so schlecht, nur seinen Startplatz sah er als Handicap, da sich in der langsamen ersten Kurve nicht leicht Plätze gutmachen lassen.