Suzuki schockt die MotoGP: Was bereits am Abend des Jerez-Tests durchsickerte, ist nun offiziell. Der japanische Hersteller verlässt die Königsklasse zum Ende der Saison 2022 nach insgesamt acht Jahren ein weiteres Mal. Motorsport-Magazin.com blickt in dieser Bilderserie auf die glorreiche Geschichte Suzukis in der Motorrad-Weltmeisterschaft.
Foto: gp-photo/Ronny Lekl

Suzuki schockt die MotoGP: Was bereits am Abend des Jerez-Tests durchsickerte, ist nun offiziell. Der japanische Hersteller verlässt die Königsklasse zum Ende der Saison 2022 nach insgesamt acht Jahren ein weiteres Mal. Motorsport-Magazin.com blickt in dieser Bilderserie auf die glorreiche Geschichte Suzukis in der Motorrad-Weltmeisterschaft.

Suzuki startete erstmals in der Saison 1974 in der 500cc-Weltmeisterschaft. Barry Sheene und Jack Findlay pilotierten die RG500. Ein zweiter Platz durch Sheen beim Auftaktrennen in Clermont-Ferrand blieb das beste Ergebnis.
Foto: Milagro

Suzuki startete erstmals in der Saison 1974 in der 500cc-Weltmeisterschaft. Barry Sheene und Jack Findlay pilotierten die RG500. Ein zweiter Platz durch Sheen beim Auftaktrennen in Clermont-Ferrand blieb das beste Ergebnis.

1975 gelang Sheene dann der erste Sieg für Suzuki: Der Brite gewann den Dutch TT in Assen von der Pole-Position aus. In der Weltmeisterschaft wurde er mit einem weiteren Sieg im schwedischen Anderstorp Sechster.
Foto: Milagro

1975 gelang Sheene dann der erste Sieg für Suzuki: Der Brite gewann den Dutch TT in Assen von der Pole-Position aus. In der Weltmeisterschaft wurde er mit einem weiteren Sieg im schwedischen Anderstorp Sechster.

Nur ein Jahr später durfte Suzuki dann die ersten Titel bejubeln: Sowohl in der Fahrerwertung, wo Barry Sheene mit sechs Siegen Weltmeister wurde, als auch in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft konnte man 1976 gewinnen.
Foto: Sutton

Nur ein Jahr später durfte Suzuki dann die ersten Titel bejubeln: Sowohl in der Fahrerwertung, wo Barry Sheene mit sechs Siegen Weltmeister wurde, als auch in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft konnte man 1976 gewinnen.

1982 folgte durch Franco Uncini der nächste Weltmeistertitel. Ein Jahr später verletzte sich der Italiener in Assen schwer und Suzuki beendete den werksseitigen Einsatz. 1987 kehrte man mit Kevin Schwantz und Takumi Itoh in die Königsklasse zurück.
Foto: Milagro

1982 folgte durch Franco Uncini der nächste Weltmeistertitel. Ein Jahr später verletzte sich der Italiener in Assen schwer und Suzuki beendete den werksseitigen Einsatz. 1987 kehrte man mit Kevin Schwantz und Takumi Itoh in die Königsklasse zurück.

1993 konnte Schwantz schließlich seinen lange erwarteten Weltmeistertitel für Suzuki einfahren. Er siegte in vier Grand Prix, Teamkollege Alex Barros gewann ebenfalls ein Rennen.
Foto: Milagro

1993 konnte Schwantz schließlich seinen lange erwarteten Weltmeistertitel für Suzuki einfahren. Er siegte in vier Grand Prix, Teamkollege Alex Barros gewann ebenfalls ein Rennen.

Im Jahr 2000 folgte ein weiterer Fahrertitel für Suzuki: Kenny Roberts Junior gewann ebenfalls mit vier Grand-Prix-Siegen die Weltmeisterschaft.
Foto: Milagro

Im Jahr 2000 folgte ein weiterer Fahrertitel für Suzuki: Kenny Roberts Junior gewann ebenfalls mit vier Grand-Prix-Siegen die Weltmeisterschaft.

Mit den 2002 neu eingeführten 990ccm-Viertaktern verlor Suzuki den Anschluss an die Spitze der Königsklasse. In den ersten zehn Jahren der MotoGP gelang dem japanischen Hersteller nur ein einziger Sieg: Chris Vermeulen im verregneten Frankreich-GP 2007 in Le Mans.
Foto: Rizla Suzuki

Mit den 2002 neu eingeführten 990ccm-Viertaktern verlor Suzuki den Anschluss an die Spitze der Königsklasse. In den ersten zehn Jahren der MotoGP gelang dem japanischen Hersteller nur ein einziger Sieg: Chris Vermeulen im verregneten Frankreich-GP 2007 in Le Mans.

Aufgrund des ausbleibenden Erfolges und der schlechten Wirtschaftslage entschloss man sich bei Suzuki nach der Saison 2011 deshalb zum Rückzug aus der MotoGP-Weltmeisterschaft.
Foto: Milagro

Aufgrund des ausbleibenden Erfolges und der schlechten Wirtschaftslage entschloss man sich bei Suzuki nach der Saison 2011 deshalb zum Rückzug aus der MotoGP-Weltmeisterschaft.

Nach drei Jahren erfolgte zur Saison 2015 die Rückkehr. Aleix Espargaro und Rookie Maverick Vinales führten den japanischen Hersteller sofort auf die Plätze vier und fünf in der Konstrukteurs- bzw. Teamwertung.
Foto: Suzuki

Nach drei Jahren erfolgte zur Saison 2015 die Rückkehr. Aleix Espargaro und Rookie Maverick Vinales führten den japanischen Hersteller sofort auf die Plätze vier und fünf in der Konstrukteurs- bzw. Teamwertung.

Speziell Vinales wusste auch im Folgejahr zu gefallen. In Le Mans bescherte er Suzuki das erste MotoGP-Podest seit dem Wiedereinstieg und kurz nach der Sommerpause im britischen Silverstone dann auch den ersten Sieg seit 2007.
Foto: Suzuki

Speziell Vinales wusste auch im Folgejahr zu gefallen. In Le Mans bescherte er Suzuki das erste MotoGP-Podest seit dem Wiedereinstieg und kurz nach der Sommerpause im britischen Silverstone dann auch den ersten Sieg seit 2007.

2017 verlor Suzuki nicht nur Vinales an Yamaha, sondern auch die Concession-Vorteile. An die Leistungen des Vorjahres konnte nicht angeknüpft werden, zwei vierte Plätze durch das neue Fahrerduo Andrea Iannone und Alex Rins blieben die besten Resultate. Erst 2018 ging es wieder aufwärts, insgesamt neun Podestplätze erzielten Rins und Iannone.
Foto: Suzuki

2017 verlor Suzuki nicht nur Vinales an Yamaha, sondern auch die Concession-Vorteile. An die Leistungen des Vorjahres konnte nicht angeknüpft werden, zwei vierte Plätze durch das neue Fahrerduo Andrea Iannone und Alex Rins blieben die besten Resultate. Erst 2018 ging es wieder aufwärts, insgesamt neun Podestplätze erzielten Rins und Iannone.

Der Aufwärtstrend setzte sich auch 2019 fort. Im dritten Lauf der Saison konnte Rins seinen ersten MotoGP-Sieg bejubeln. Er setzte sich in Austin gegen Valentino Rossi durch. Beim Großen Preis von Großbritannien folgte gar ein weiterer Triumph. Dass man die 302-Punkte aus dem Vorjahr nicht überbieten konnte (301 Punkte in der Saison 2019) lag einzig daran, dass Rookie Joan Mir in der ersten Saisonphase viel Lehrgeld zahlte und zwei Rennen verletzt verpasste.
Foto: LAT Images

Der Aufwärtstrend setzte sich auch 2019 fort. Im dritten Lauf der Saison konnte Rins seinen ersten MotoGP-Sieg bejubeln. Er setzte sich in Austin gegen Valentino Rossi durch. Beim Großen Preis von Großbritannien folgte gar ein weiterer Triumph. Dass man die 302-Punkte aus dem Vorjahr nicht überbieten konnte (301 Punkte in der Saison 2019) lag einzig daran, dass Rookie Joan Mir in der ersten Saisonphase viel Lehrgeld zahlte und zwei Rennen verletzt verpasste.

Doch die Investition in Mir sollte sich lohnen: In der Corona-Saison 2020 bescherte er Suzuki den ersten Fahrer-Titel seit 2000. Dank der Leistungen von Teamkollege Rins reichte es auch in der Team-Wertung zum Gewinn der Weltmeisterschaft.
Foto: MotoGP.com

Doch die Investition in Mir sollte sich lohnen: In der Corona-Saison 2020 bescherte er Suzuki den ersten Fahrer-Titel seit 2000. Dank der Leistungen von Teamkollege Rins reichte es auch in der Team-Wertung zum Gewinn der Weltmeisterschaft.

2021 konnte Suzuki dieses Niveau nicht bestätigen. Mir und Rins kamen nicht über sieben Podestplätze hinaus. Ersterer blieb als erster amtierender Weltmeister seit Nicky Hayden 2007 im Jahr nach dem Titelgewinn ohne einen einzigen Rennsieg.
Foto: LAT Images

2021 konnte Suzuki dieses Niveau nicht bestätigen. Mir und Rins kamen nicht über sieben Podestplätze hinaus. Ersterer blieb als erster amtierender Weltmeister seit Nicky Hayden 2007 im Jahr nach dem Titelgewinn ohne einen einzigen Rennsieg.

In diesem Jahr wollte Suzuki wieder angreifen und machte klare Fortschritte bei der Entwicklung der GSX-RR. Nach sechs Rennen führt der japanische Hersteller in der Team-WM, Rins und Mir liegen auf den Plätzen vier und sechs in der Fahrer-Weltmeisterschaft.
Foto: LAT Images

In diesem Jahr wollte Suzuki wieder angreifen und machte klare Fortschritte bei der Entwicklung der GSX-RR. Nach sechs Rennen führt der japanische Hersteller in der Team-WM, Rins und Mir liegen auf den Plätzen vier und sechs in der Fahrer-Weltmeisterschaft.

Bereits 2021 hatte sich Suzuki eigentlich langfristig zur MotoGP bekannt und einen Vertrag für den Verbleib bis mindestens 2026 unterzeichnet. Dazu wird es nun aber nicht kommen. Ende 2022 verlässt Suzuki die MotoGP ein weiteres Mal.
Foto: gp-photo/Ronny Lekl

Bereits 2021 hatte sich Suzuki eigentlich langfristig zur MotoGP bekannt und einen Vertrag für den Verbleib bis mindestens 2026 unterzeichnet. Dazu wird es nun aber nicht kommen. Ende 2022 verlässt Suzuki die MotoGP ein weiteres Mal.