UPDATE: Der Polesetter-Cadillac ist im Nachgang des Qualifyings disqualifiziert worden. Alle Infos lest ihr in diesem Artikel:

USA 1 - Rest 0! Cadillac hat sich die Pole Position für die 24 Stunden von Daytona 2026 (24.-25. Januar) geschnappt. Der langjährige DTM-Fahrer Jack Aitken führte den #31 Cadillac V-Series.R (Aitken, Bamber, Vesti, Zilisch) zum ersten Startplatz bei der 64. Auflage des US-Klassikers. Im Feld der acht Prototypen gelang es nur Aitken, die 1:34er-Marke zu knacken.

Eine Zehntelsekunde hinter dem Cadillac von Action Express Racing lag Renger van der Zande im #93 Acura ARX-06 von Meyer Shank Racing (van der Zande, Yelloly, Palou, Ohta) an zweiter Stelle. Der Niederländer hatte die Zeitenliste in der Anfangsphase des 13-minütigen Qualifyings angeführt, bis Aitken schließlich vorbeistürmte.

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Daytona-Qualifying: Wo waren Porsche und BMW?

Louis Deletraz führte den #40 Cadillac von Wayne Taylor Racing (J. Taylor, Deletraz, Herta) zum dritten Startplatz auf dem Ovalkurs des Daytona International Speedway. Cadillac vor Acura vor Cadillac - und wo landeten die deutschen Vertreter von Porsche und BMW?

Mit Respektabstand hinter den drei amerikanischen Fahrzeugen: Felipe Nasr führte den bestplatzierten der drei Porsche 963 auf die vierte Startposition. Der frühere Formel-1-Fahrer, der Porsche 2024 und 2025 zum Daytona-Sieg verhalf, wies in der #7 (Nasr, Andlauer, Heinrich) einen Rückstand von 0,244 Sekunden auf.

Auf den Positionen fünf und sechs folgten Tom Blomqvist im #60 Acura von Meyer Shank Racing (Blomqvist, Braun, Dixon, Allmendinger) und der #6 Porsche von Qualifying-Fahrer Kevin Estre (L. Vanthoor, Estre, Campbell). Filipe Albuquerque im zweiten WTR-Cadillac und Nico Pino im gelben Privat-Porsche von JDC-Miller Motorsports komplettierten die Top-8 der Startaufstellung.

BMW landet am Ende der Startaufstellung

Nichts zu holen gab es für BMW beim Debüt des im Winter überarbeiteten M Hybrid V8 mit kleinerer Niere, den erstmals das Team WRT ins IMSA-Feld führt. Vorjahres-Polesetter Dries Vanthoor kam in der #24 (D. Vanthoor, S. van der Linde, Frijns, Rast) nicht über Startplatz neun hinaus. Der zweifache DTM-Champion Marco Wittmann landete im #25 Schwesterauto (Eng, Wittmann, Magnussen, Marciello) nach einem frühen Dreher auf P10. Die #25 Crew verpasste zuvor das Freie Training wegen eines Hybridproblems, das einen Batteriewechsel nötig machte.

Langsamer war nur das einzige LMH-Auto im Reigen der LMDh-Boliden, der Aston Martin Valkyrie bei seinem Daytona Debüt. Aston-Werksfahrer Ross Gunn fehlten nach seiner schnellsten Runde im V12-Prototypen 1,4 Sekunden zur Spitze.

LMP2-Klasse: Augenschlag entscheidet Pole-Kampf

Mit acht Tausendstelsekunden Vorsprung auf die Pole Position: Der US-Amerikaner Jeremy Clarke (#43 Inter Europol - Clarke, Dillmann, Garg, Felix da Costa) hätte den Kampf um den ersten Startplatz in der LMP2-Kategorie kaum spannender gestalten können. Der Lokalmatador setzte sich hauchdünn vor dem goldenen #99 Boliden von AO Racing mit Fahrer/Teamchef P.J. Hyett durch. Dan Goldburg, der letztjährige Pole-Setter in der '2. Liga der Prototypen', belegte in der #22 von United Autosports (Goldburg, Di Resta, Lindh, Saucy) den dritten Startplatz.

Der Deutsch-Kanadier Tobi Lütke fuhr bei seinem zweiten Daytona-Start zu Platz fünf in der #11 von TDS Racing (Lütke, Beche, Heinemeier Hansson, Milesi). Bekannt ist der gebürtige Koblenzer nicht unbedingt wegen seiner Leistungen im Motorsport, sondern vielmehr in der Wirtschaft: Mit der Mitgründung der E-Commerce-Plattform Shopify hat Lütke mehrere Milliarden Dollar verdient.

GTD-Pro-Klasse: Porsche-Klatsche bei Corvette-Pole

Pole für Corvette - Klatsche für Porsche! Die beiden Porsche 911 GT3 R Evo von AO Racing und IMSA-Debütant Manthey landeten in der Klasse auf den letzten Startplätzen (P14 für Ricardo Feller, P15 für Nick Tandy) in der GTD-Pro-Kategorie. Den beiden Neunelfer-Fahrern fehlte rund eine Sekunde zu Pole-Setter Alex Sims, der die #3 Corvette von Pratt Miller Motorsports (Garcia, Sims, Kirchhöfer) mit dem Deutschen Marvin Kirchhöfer steuerte.

Der Brite Sims benötigte 1:45.106 Minuten für seinen besten Umlauf - 0,170 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Neil Verhagen im #1 Paul-Miller-BMW M4 GT3 Evo (Verhagen, De Phillippi, Hesse, Harper). Das frühere BMW-Werksteam RLL, jetzt mit McLaren in der GT-Klasse vertreten, konnte sich dank Dean Macdonald über den dritten Startplatz freuen.

Dahinter folgte der zweifache Daytona-Klassensieger Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 von 75 Express auf P4. Die weiteren Mercedes-Werksfahrer Maximilian Götz und Luca Stolz folgten auf den Startpositionen sieben und zehn.

GTD-Klasse: Pole für Aston Martin - Grosjean-Team Letzter

In der GTD-Klasse setzte sich der #27 Aston Martin Vantage GT3 von Heart of Racing (Gamble, Barrichello, Robichon, Drudi) knapp vor Winward-Mercedes und Turner-Motorsport-BMW durch. Der Kanadier Zach Robichon brauchte 1:45.113 für seine beste Runde im Vantage des britischen Teams, auf dem unter anderem Rubens Barrichellos Sohn Eduardo startet.

Der frühere DTM-Pilot Philip Ellis bescherte dem Team Winward Racing um Teamchef Christian Hohenadel den zweiten Startplatz. Im #57 Mercedes-AMG GT3 (Ward, Ellis, Dontje, Auer) um DTM-Vizemeister Lucas Auer, fehlten Ellis nur 0,074 Sekunden. P3 ging an Robby Foley im #96 BMW M4 GT3 Evo um den deutschen BMW-Werksfahrer Jens Klingmann.

Der #16 Ford Mustang GT3 von Riley mit dem früheren Formel-1-Fahrer Romain Grosjean musste sich mit dem letzten Startplatz (P21) begnügen. Seine Teamkollegin, die US-Amerikanerin Sheena Monk, saß beim Qualifying am Steuer und hatte 3,1 Sekunden Rückstand. Mit Marcus Ericsson mischt ein weiterer Ex-F1-Pilot in der GTD-Klasse mit - der #45 WTR-Lamborghini des Schweden landete mit Trent Hindman am Steuer auf P12.

24h Daytona 2026: So geht es weiter

Später am geschäftigen Donnerstag folgt noch das 2. Freie Training (00:15-01:45 Uhr deutscher Zeit), bei dem sich die Teams und Fahrer mit dem Fahren unter Flutlicht vertraut machen können. Am Freitag bleibt es mit dem 3. und letzten Training eher ruhig, bevor am Samstag um 19:40 Uhr deutscher Zeit (13:40 Uhr Ortszeit) das Rennen beginnt.