Der offizielle Startschuss für die 24 Stunden von Daytona (22.-25. Januar 2026) ist gefallen: Am heutigen Donnerstagvormittag Ortszeit nahmen die 60 Autos der vier Klassen das Geschehen mit dem 1. Freien Training auf. Dazu sei angemerkt: Schon am vergangenen Wochenende drehten die Fahrer bei Testfahrten fleißig ihre Runden auf dem Daytona International Speedway mit seinen berühmten Ovalkurven.

Tom Blomqvist im #60 Acura ARX-06 von Meyer Shank Racing (Blomqvist, Braun, Dixon, Allmendinger) unterbot die von Porsche-Pilot Felipe Nasr beim Test aufgestellte Bestzeit (1:36.327 Minuten) um rund eine Sekunde. Der Brite benötigte 1:35.415 Minuten für seinen besten Umlauf bei 21 Grad Außentemperatur und Sonnenschein. Am Sonntag soll das Thermometer sogar auf bis zu 27 Grad klettern. "Im Vergleich zu den Testfahrten haben wir heute repräsentativere Bedingungen, vor allem bei Runs auf den Medium-Reifen", sagte Blomqvists Acura-Teamkollege Colin Braun. "Wir sind schnell unterwegs, aber alle Teams verfolgen ihre eigenen Pläne."

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24h Daytona: Acura 'gewinnt' Qualifying-Generalprobe

Das 90-minütige Training diente gleichzeitig als Generalprobe für das heutige Qualifying (20:10-21:25 Uhr deutscher Zeit hier im kostenlosen Livestream). Am Abend wartet noch ein Nacht-Training (00:15-01:45 Uhr deutscher Zeit) auf die Teams und Fahrer. Vorjahres- und Rekordsieger Porsche hinterließ mit den Plätzen zwei und drei erneut einen starken Eindruck. Kevin Estre hatte im #6 Porsche 963 (Vanthoor, Estre, Campbell) frühzeitig die Spitze im Klassement mit einer 1:35.520 übernommen, bevor Blomqvist ihm nach einer Stunde die Führung mit 0,105 Sekunden Vorsprung abluchste.

Auf Platz drei ordnete sich der #7 Porsche (Nasr, Andlauer, Heinrich) ein, auf dem Laurin Heinrich sein Hypercar-Debüt in der IMSA-Serie gibt. "Es ist eine große Ehre für mich, ein Teil dieses Teams zu sein", sagte das deutsche Nachwuchstalent. Heinrich sammelte seine ersten Prototypen-Erfahrungen beim letztjährigen WEC-Saisonfinale in Bahrain, bevor zu Zuffenhausener aus der Langstrecken-WM ausstiegen. "Als Rookie lerne ich mit jeder Runde. Als ich hier zum ersten Mal durchs Oval gefahren bin, hatte ich richtig Gänsehaut!"

Magnussen-BMW kann nicht fahren

Der bestplatzierte der beiden BMW M Hybrid reihte sich auf Platz fünf hinter dem #10 Cadillac V-Series.R ein. BMW-Werksfahrer Dries Vanthoor benötigte 1:35.798 Minuten für seinen besten Umlauf in der #24 (D. Vanthoor, S. van der Linde, Frijns, Rast) - 0,383 Sekunden hinter dem Spitzenreiter und früheren BMW-DTM-Werksfahrer Blomqvist. Das #25 Schwesterauto um den früheren Formel-1-Fahrer Kevin Magnussen konnte hingegen nur fünf ungezeitete Runden zurücklegen. BMW meldete ein größeres Problem mit dem Hybridsystem des LMDh-Prototypen, das einen Wechsel der Batterie nötig machte.

Auf den Plätzen sechs bis acht: der #93 Acura ARX-06 (van der Zande, Yelloly, Palou, Ohta), der knallgelbe Privat-Porsche von JDC-Miller Motorsports (Pino, Frederick, van der Helm), der auf dem technischen Stand des Vorjahres fährt, sowie der #31 Cadillac von Action Express Racing (Aitken, Bamber, Vesti, Zilisch). Der einzige Aston Martin Valkyrie im Feld belegte P10 mit 1,8 Sekunden Rückstand bei seinem Daytona-Debüt. Die Briten waren 2025 erst zum zweiten IMSA-Rennen in Sebring eingestiegen.

Daytona-Training: Die Bestzeiten in den weiteren Klassen

Die Bestzeiten in den weiteren Klassen: 1:39.764 Minuten für den #343 LMP2 von Inter Europol Competition (Smiechowski, Kolovos, Siegel, Cassidy), 1:46.348 Minuten für den #033 Ferrari 296 GT3 Evo von Triarsi Competizione (Calado, Agostini, Molina, Rovera) in der GDT-Pro-Kategorie und eine 1:46.325 für den in der GTD-Klasse führenden Aston Martin Vantage von Van der Steur Racing (van der Steur, Bennett, Hasse Clot, Baud).