IMSA / Hintergrund

24h Daytona: Das macht den IMSA-Auftakt so besonders

Die 24h von Daytona sind eine Institution - nicht nur für die IMSA, sondern für den gesamten Motorsport. Diese Faktoren machen Daytona so besonders:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Daytona ruft zum 24-Stunden-Rennen, und wieder erliegen zahlreiche Fahrer dem Ruf der Rennstrecke im US-Bundesstaat Florida. 2018 steigt die 56. Ausgabe der 24h Daytona, und wie schon in den Vorjahren mit viel Prominenz am Start. Bekanntester Name ist in diesem Jahr Fernando Alonso, doch auch viele DTM-Fahrer geben sich die Ehre. Doch was macht den Wettstreit in Daytona eigentlich aus? Wir begeben uns mal auf Spurensuche:

IMSA-Auftakt

Startschuss: Daytona ist der Saisonauftakt der IMSA-Serie - Foto: Rolex

Die 24 Stunden von Daytona sind an erster Stelle vor allem ein Rennen im Rahmen der IMSA-Serie. Seitdem das Rennen 2014 in den Kalender der US-amerikanischen Sportwagenserie zurückgekehrt ist, bildet Daytona durch seine Ansetzung Ende Januar den Saisonauftakt. 2018 fährt die IMSA-Serie zwölf Rennen, nach Daytona lauten die Stationen: Sebring, Long Beach, Mid-Ohio, Detroit, Watkins Glen, Mosport, Lime Rock, Road America, Virginia, Laguna Seca und Road Atlanta.

Zudem ist Daytona eines von vier Langstrecken-Rennen im IMSA-Jahr, gemeinsam mit Sebring (12 Stunden), Watkins Glen (6 Stunden) und dem Petit Le Mans (10 Stunden) auf der Road Atlanta. Alle anderen Läufe finden über eine Distanz von 1:45 Stunden oder 2:45 Stunden statt. Für die vier Langstrecken-Rennen wird im Rahmen der IMSA sogar ein eigener North American Endurance Cup ausgeschrieben - ein zusätzlicher Anreiz für die Teams und Fahrer.

Bestandteil der Triple Crown of Endurance Racing

Wie Le Mans zählt auch Daytona zur Triple Crown of Endurance Racing - Foto: Adrenal Media

In Daytona winkt aber nicht einfach nur ein Rennsieg, sondern für die siegreichen Fahrer und Teams eine ganze Menge Prestige. Denn das 24-Stunden-Rennen ist Bestandteil der Triple Crown of Endurance Racing. Diese Triple Crown besteht neben Daytona auch noch aus den Langstrecken-Klassikern in Le Mans und Sebring. Genau jene drei Rennen also, die die engagierten Sportwagen-Hersteller am liebsten mit ein und demselben Fahrzeug gewinnen möchten. Das ist aufgrund der aktuellen Regel-Lage (LMP1 in Le Mans, DPi/LMP2 in den USA) jedoch nicht möglich.

Während die Triple Crown of Motorsport (Sieg beim Monaco-GP, Indy500 und in Le Mans) bisher einzig und allein von Graham Hill errungen wurde, können sich schon ein paar Fahrer mehr mit der Triple Crown of Endurance Racing schmücken. Zwölf Fahrer hatten bisher in ihrer Karriere in Le Mans, Daytona und Sebring gewonnen: Phil Hill, Dan Gurney, Hans Herrmann, Jackie Oliver, Jacky Ickx, Hurley Haywood, AJ Foyt, Al Holbert, Andy Wallace, Mauro Baldi, Marco Werner und Timo Bernhard. Keiner von ihnen konnte jedoch alle drei Rennen in ein und demselben Jahr gewinnen.

Motorsport-Stars schütteln Winter-Rost ab

Hochkarätiges Racing im Winter? Ist so nur in Daytona möglich - Foto: United Autosports

Viele Stars, vor allem aus der Sportwagenszene, geben sich in Daytona die Ehre. Das beschränkt sich jedoch nicht nur auf das IMSA-Feld oder die FIA WEC. Auch aus Serien wie der DTM, der IndyCar und sogar der Formel 1 kommen Fahrer zu den 24h von Daytona. Prominentester Fahrer im Starterfeld ist 2018 Fernando Alonso, der für United Autosport im LMP2-Ligier Platz nimmt. Gaststarts im Laufe einer IMSA-Saison gibt es meist nur in Daytona, eventuell noch bei den anderen drei Langstrecken-Rennen in Sebring, Watkins Glen und beim Petit Le Mans.

Ein Faktor dafür ist natürlich das Prestige, das mit einem möglichen Gesamterfolg beim 24h-Rennen in Daytona verbunden ist. Doch noch wichtiger für viele Fahrer ist die Terminansetzung des Rennens. Ende Januar befinden sich alle wichtigen Rennserien noch mitten in der Winterpause, auch die Vorsaisontests sind zu diesem Zeitpunkt des Jahres noch einige Wochen entfernt. Für die Piloten ist Daytona also die optimale Gelegenheit, um den angesammelten Winterrost abzuschütteln. Und zwar auf der echten Rennstrecke, nicht nur im Simulator!

24h Daytona 2017: Die Highlights des Rennens: (08:11 Min.)

24h Daytona 2018: Das Info-Paket


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