Die Formel E muss den Zeitplan für das Sonntagsrennen in Shanghai ändern. Der zweite Lauf des Wochenendes auf dem Formel-1-Kurs beginnt zwei Stunden früher als eigentlich geplant: Die Startampel zum elften Saisonrennen erlischt bereits um 07:00 Uhr deutscher Zeit (13:00 Uhr Ortszeit).
Nicht nur der Rennstart, sondern auch das 3. Freie Training (07:00 Uhr Ortszeit) sowie das Qualifying (09:00 Uhr Ortszeit) sind um zwei Stunden vorverlegt worden. Die Anpassung erfolgt wegen der erwarteten Witterungsbedingungen: Für den Sonntag in Shanghai sind schwere Regenschauer vorhergesagt.
Formel E: Sicherheit hat höchste Priorität
Um bei möglichen Verschiebungen mit Blick auf die Lichtverhältnisse in den Abendstunden nicht in Bedrängnis zu geraten, haben sich die Verantwortlichen der Formel E in Absprache mit der FIA und den Teams entschieden, früher als geplant am Morgen loszulegen. Im weiteren Verlauf des Tages sollen sich die Verhältnisse konsequent verschlechtern.
"Die Sicherheit und das Erlebnis unserer Zuschauer, Gäste und Mitarbeiter genießen unsere höchste Priorität, während wir in China das bestmögliche Renn-Spektakel bieten wollen", teilt eine Formel-E-Sprecherin mit. Bereits am Samstagabend nach dem Ende des ersten Rennens hatte es angefangen zu regnen. Der erste von zwei Läufen an diesem Wochenende ging zuvor komplett trocken über die Bühne.
Formel E Tabelle: Formel E WM Stand 2025
Die Formel E erlebt in der laufenden Saison ungewöhnlich viel Regen während der Rennwochenenden. Das Sonntagsrennen in Monaco geriet zu einer 'Wasserschlacht', und vor zwei Wochen in Tokio musste das Qualifying sogar wegen der schwierigen Verhältnisse abgesagt werden - selbst das Safety Car hatte mit Aquaplaning zu kämpfen.
Da der Shanghai International Circuit im Gegensatz zu dem temporären Kurs in Tokio über ein Drainage-Abfluss-System verfügt, waren die meisten im Fahrerlager guter Hoffnung, dass am Sonntag gefahren werden kann. Zur Erinnerung: In der Formel E kommen Allwetter-Reifen des Exklusivlieferanten Hankook zum Einsatz, eine Full-Wet-Variante gab es noch nie in der Geschichte der Serie.
Shanghai-Sieger Günther: "Sind bei diesen Verhältnissen ziemlich gut"
Maximilian Günther (DS-Penske), Sieger des Samstagsrennens, hätte kein Problem mit einer nassen Piste. "Das ist natürlich eine große Herausforderung, mit den Allwetterreifen ist es ziemlich rutschig", sagte der gebürtige Allgäuer in Shanghai zu Motorsport-Magazin.com. "Wir sind bei diesen Verhältnissen aber ziemlich gut und hatten zuletzt einige gute Sessions im Nassen. Wir haben schon einige Ideen, wie wir den Sonntag angehen wollen."
Der Regen könnte sich ebenso auf die Performance des bislang strauchelnden Porsche-Werksteams auswirken. Pascal Wehrlein und Antonio Felix da Costa hatten am Samstag mit starkem Reifen-Graining zu kämpfen und kamen nicht über die Plätze zwölf und 13 hinaus.
Der amtierende Weltmeister Wehrlein zu Motorsport-Magazin.com: "So ein Auf und Ab hatten wir noch nie. Es ist nicht ganz verständlich, woher der große Performance-Unterschied zwischen einer Runde (Wehrlein im Qualifying auf P3; d. Red.) und der längeren Distanz kommt. Es ist offensichtlich, dass die anderen mit den Reifen viel besser umgehen als wir. Im Rennen fielen unsere Reifen schon nach der zweiten Runde auseinander."



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