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Formel E

Formel E Valencia: BMW-Rookie auf Pole, Lotterer verliert P2

Sonntags-Qualifying der Formel E in Valencia: Streckenbedingungen sorgen für bunte Startaufstellung. Mercedes-Duo hinten - Rookie auf Pole.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Nach dem chaotischen Formel-E-Rennen am Samstag und großen Kontroversen im Nachgang geht es heute mit dem zweiten Renntag in Valencia weiter. Im Qualifying am Sonntagvormittag stand nicht das Energie-Management, sondern die Streckenbedingungen im Vordergrund. Der stetig abtrocknende Asphalt auf dem 3,376 Kilometer langen Circuit Ricardo Tormo führte zu einer bunten Mischung in der Startaufstellung.

Jake Dennis schnappte sich die Pole Position für das sechste Rennen der Saison 2021 (heute ab 14:00 Uhr im Live-Ticker auf Motorsport-Magazin.com und im TV bei Sat.1). Der BMW-Pilot benötigte in der abschließenden Superpole-Runde der Top-6 aus dem Gruppen-Qualifying 1:28.548 Minuten für seine schnellste Runde. Für den Serienneuling war es die erste Pole Position seiner Formel-E-Karriere.

Lotterer verliert P2 wegen Samstags-Strafe

Auf dem zweiten Platz reihte sich Andre Lotterer ein. Der Porsche-Werksfahrer fuhr seinen besten Umlauf beim ersten Gastspiel der Formel E auf einem rein permanenten Kurs in 1:29.411 Minuten - 0,863 Sekunden Rückstand auf Pole-Setter Dennis. Lotterer wird das Rennen wegen einer 3-Platz-Strafe in Folge eines Unfalls aus dem Samstagsrennen allerdings nicht vom zweiten, sondern vom fünften Platz aufnehmen.

"Ich bin am Anfang in Gruppe 4 gestartet, das hat es einfacher für uns gemacht, weil die Strecke immer weiter abtrocknete", sagte Lotterer, der noch immer auf seine ersten Punkte in der laufenden Saison wartet. "Fürs Rennen haben wir eine gute Ausgangslage. Es wird einiges passieren, weil hier sehr viel Energie-Management gefordert ist. Das wird ein ziemlich strategisches Rennen."

Alex Lynn (Mahindra) und Tom Blomqvist (NIO) fuhren im Qualifying auf die Plätze drei und vier, Oliver Turvey (NIO) und Norman Nato (Venturi) folgten auf weiteren Positionen. Der abtrocknende Rennasphalt spiegelte sich auch in den Rundenzeiten der Superpole-Fahrer wider: Pole-Setter Dennis und den Sechsten Nato trennten 1,9 Sekunden.

Quali-Gruppe 4 geschlossen in Superpole

Die Gruppenphase lief wie erwartet: Alle sechs Fahrer aus der letzten Quali-Gruppe 4 schafften den Einzug in die Superpole. BMW-Pilot Jake Dennis (1:33.855), der die schnellste Zeit aller 24 Fahrer erzielte, hatte dabei einen Vorsprung von 1,3 Sekunden auf den schnellsten Fahrer aus einer anderen Gruppe, Jean-Eric Vergne.

Mit dem Extra-Punkt für die schnellste Rundenzeit in der Gruppenphase holte der Brite seine ersten Zähler in der Formel E. Dennis' Teamkollege Maximilian Günther wurde die schnellste Rundenzeit wegen Überschreitens der Track Limits in Kurve 1 gestrichen, wodurch der Allgäuer von ganz hinten starten muss.

Die stetig abtrocknende Strecke ließ den Fahrern aus der verhassten Quali-Gruppe 1 keine Chancen auf den Einzug in die Superpole-Runde der Top-6. Da in der Formel E immer die bestplatzierten Fahrer der Meisterschaft in der ersten der vier Gruppen und damit häufig unter den schlechtesten Streckenbedingungen antreten, finden sich die 'großen Namen' häufig im hinteren Teil der Startaufstellung.

Mercedes-Duo am Ende des Feldes

So auch am Sonntag in Valencia: Der Samstagsieger und Meisterschaftsführende Nyck de Vries kam nicht über den 20. Platz hinaus. Sein Mercedes-Teamkollege Stoffel Vandoorne, im ersten Rennen auf dem Podium und Zweiter in der Gesamtwertung, musste sich mit Platz 19 begnügen. Dem Mercedes-Duo fehlten rund 2,5 Sekunden auf die schnellsten Fahrer in der Gruppenphase.

Rast: In der Formel E wird es nie langweilig

Pascal Wehrlein schloss die Gruppe 1 als Schnellster ab und fuhr auf den 13. Gesamtplatz. Damit war der frühere Formel-1- und DTM-Fahrer hinter Porsche-Teamkollege Andre Lotterer der zweitbeste der vier deutschen Piloten. Direkt hinter Wehrlein reihte sich Audi-Werksfahrer Rene Rast auf P14 ein. "In der Formel E wird es nie langweilig", sagte der dreifache DTM-Champion, der am Samstag Fünfter wurde. "Die Strecke wurde mit jeder Runde trockener."


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