Formel E

Formel E 2018: Verrückte Strafe - falsche Wifi-Frequenz genutzt

Vier Teams müssen beim Mexiko ePrix Geldstrafen zahlen wegen eines Fehlers, den es so in der Motorsportwelt wohl noch nie zuvor gegeben hat.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Langweilig wird es nie mit der jungen Formel E. Am Rande des Mexiko ePrix verhängte die Rennleitung wieder einmal Strafen, die es so in der Welt des Motorsports zuvor noch nicht gegeben haben dürfte. Diesmal kassierten vier Teams eine Geldstrafe, weil sie an ihren Kommandoständen unerlaubte Wifi-Frequenzen benutzten.

Dragon Racing, Jaguar, Renault e.dams und Venturi wurden jeweils mit einer Geldstrafe von 5.000 Euro belegt. 3.500 Euro davon wurden bis zum Ende der Saison 2017/18 zur Bewährung ausgesetzt, sofern sie diese Regel nicht ein weiteres Mal brechen. Sollte es in Zukunft noch einmal zu derartigen Vorfällen in der Formel E kommen, will die Rennleitung härter durchgreifen und sogar Disqualifikationen aussprechen.

Die vier Teams verstießen gegen Artikel 21.1 des Sportlichen Reglements, das eine elektromagnetische Strahlung zwischen 5 und 6 Gigahertz verbietet. Der Grund: "Es kann die Datensysteme der FIA stören", wie es in Entscheidung der Stewards heißt. Konkret geht es um die Wifi-Netze der Teams in ihren eigenen Garagen. Jedes Team ist selbst dafür verantwortlich, ein Netzwerk aufzubauen.

Auch das Andretti-Team hatten die Stewards im Zuge der Untersuchungen auf dem Schirm. Der US-Rennstall nutzte zwar ebenfalls eine elektromagnetische Strahlung zwischen 5 und 6 Gigahertz, kam im Gegensatz zu den anderen Teams aber um eine Strafe herum. Andretti zeigte der Rennleitung nämlich eine Erlaubnis zur Nutzung dieses Bandes, die im Jahr 2016 ausgestellt wurde. Diese ist auch beim Mexiko-Rennen 2018 noch gültig.

Für den Motorsport eher ungewöhnliche Strafen sind Standard in der Formel E. Da die Serie erst drei Jahre jung ist und sich in vielen Dingen vom traditionellen Sport abhebt, gelten oftmals spezielle Regelungen. Zuletzt wurden etwa Chile-Doppelsieger Jean-Eric Vergne und Andre Lotterer mit Geldstrafen belegt, weil ihr Team die neuen Gurtsysteme bearbeitet hatte. Daniel Abt verlor in Hongkong den Sieg wegen falscher Eintragungen im Wagenpass.


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