Der Altmeister kann es noch: Sebastien Buemi hat beim ersten Rennen der Formel E im Kalenderjahr 2026 (heute live ab 21 Uhr) den ersten Startplatz geholt, inklusive dreier WM-Punkte für die Pole Position. Für den 37-Jährigen ist es die 17. Pole in der Elektroweltmeisterschaft und die erste seit Berlin 2023. Buemi zieht damit mit Pole-Rekordhalter Jean-Eric Vergne gleich, der ebenfalls bislang 17 Poles erreichte. „Ich bin sehr stolz. Es ist lange her“, so Buemi im Anschluss.
Der Envision-Jaguar-Pilot verlor zwar das Finale der Qualifying-Duelle gegen Taylor Barnard im DS Penske. Doch der 21-jährige Brite kam in Kurve 16 von der Strecke ab, wodurch ihm seine Runde gestrichen wurde und er sich mit Rang zwei begnügen musste. Die Top-3 komplettierte Mahindra-Werksfahrer Edoardo Mortara. Neben dem Italo-Schweizer wird Mitch Evans (Jaguar) das Rennen vom vierten Platz in Angriff nehmen.
Porsche unerwartet nicht im Pole-Kampf in Mexiko
Die sonst in Mexiko so starken Porsche-Antriebe mussten sich somit zumindest im Qualifying der Konkurrenz geschlagen geben. Der neue Werksfahrer Nico Müller platzierte sich als bester Pilot mit Porsche-Power auf dem fünften Rang. Direkt dahinter folgten mit Dan Ticktum (Kiro-Porsche) und dem WM-Führenden Jake Dennis (Andretti-Porsche) zwei Kundenteams des deutschen Autobauers.
Hinter dem aktuellen WM-Führenden sortierte sich mit Oliver Rowland der amtierende Weltmeister auf P8 ein. Die Top-10 wurden von dem besten Deutschen im Feld Maximilian Günther (DS Penske) und Ex-Porsche-Pilot Antonio Felix da Costa im zweiten Jaguar-Boliden abgeschlossen. Gegen Günther lief zwar noch eine Untersuchung der Rennleitung, welche jedoch folgenlos blieb. Günthers Landsmann Pascal Wehrlein im zweiten Werks-Porsche, der im Vorjahr die Pole geholt hatte und auch im FP2 kurz zuvor noch Schnellster gewesen war, musste als Elfter eine Enttäuschung hinnehmen.
Porsche trauert um Hans Hermann: Erinnerung an gemeinsame Erfolge
Porsche trauert an diesem Wochenende um den ehemaligen Rennfahrer Hans Hermann, der am Freitag im Alter von 97 Jahren verstorben war und mit Porsche unter anderem die 24 Stunden von Le Mans gewann. Die Zuffenhausener gehen an diesem Wochenende anlässlich des 75-jährigen Motorsport-Jubiläums der Marke zu Ehren des 550 Spyder, mit dem Hermann 1954 den Klassensieg bei der Carrera Panamericana errang, mit einer historischen Silber-Sonderlackierung an den Start. Diese stand bereits vor dem Tod Hermanns fest.
Lola Yamaha Abt rund um das deutsche Team Abt Sportsline verpasste ebenfalls recht deutlich die Duelle, legte aber immerhin eine deutliche Verbesserung zum ersten Saisonrennen hin, wo beide Autos noch aus der letzten Startreihe gestartet waren. Lucas Di Grassi belegte letztendlich P13, während Zane Maloney den 17. Platz erklomm. Veteran Di Grassi wird jedoch um drei Plätze in der Startaufstellung strafversetzt, da er in Sao Paulo eine Kollision mit Mortara verursacht hatte. Maloney profitiert währenddessen von Strafen um sich herum und nimmt in der Startaufstellung Rang 14 ein.
Citroen enttäuscht nach starkem Debüt, Rookie nach Horrorcrash ganz hinten
Für Neueinsteiger Citroen, die zum Beginn dieser Saison den Startplatz von Stellantis-Schwestermarke Maserati übernommen hatten, lief das Qualifying ebenfalls nicht wie erhofft. Nach einem starken Saisonauftakt in Sao Paulo, bei dem Nick Cassidy direkt aufs Podium fuhr, schieden beide Piloten auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez in der Gruppenphase aus.
Während der amtierende Vizeweltmeister Cassidy Rang 14 erreichte und aufgrund der Strafen auf P13 aufrückte, belegte sein Teamkollege Jean-Eric Vergne Rang 16. Vergne bringt zu allem Überfluss auch noch ebenfalls eine Strafe aus Sao Paulo mit. Der zweifache Formel-E-Champion muss um drei Plätze (praktisch zwei Plätze aufgrund anderer Strafversetzungen) in der Startaufstellung nach hinten, da er während einer Full-Course-Yellow-Phase im Rennen zu schnell gefahren war. Die gleiche Strafe erhielt für ein Überholmanöver während dieser Full-Course-Yellow-Phase auch Felipe Drugovich (Andretti-Porsche), der auf Startplatz 17 versetzt wurde.
Von Beginn an war das Qualifying bereits für Rookie Pepe Marti (Kiro-Porsche) gelaufen. Nachdem der ehemalige Red-Bull-Junior bei seinem Formel-E-Debüt in Sao Paulo einen Horrorcrash während einer Full-Course-Yellow-Phase ausgelöst hatte, bei dem er sich überschlug, wurde er von den Stewards ans Ende des Feldes versetzt. Marti hatte im Qualifying jedoch auch ohnehin nur den vorletzten Platz erreicht. Zusätzlich erhielt er noch auf dem Papier eine Rückversetzung um weitere 60 Plätze, da der Inverter, der Motor und das Getriebe gewechselt wurden. Dadurch muss Marti zu Beginn des Rennens noch eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe absitzen.


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