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Formel E / Interview

Nick Heidfeld: Das fehlt noch zum ersten Sieg

Nick Heidfeld wurde in Paris zum dritten Mal in dieser Saison Dritter. Im Interview mit Motorsport-Magazin.com verrät er, was zum ersten Formel-E-Sieg fehlt.
von Raphaela Scheidl

Motorsport-Magazin.com - Gratulation zum dritten Podium in dieser Saison. Du scheinst den dritten Platz mittlerweile ja fast abonniert zu haben.
Nick Heidfeld: Ein Podium ist natürlich immer etwas Besonderes, vor allem in der Formel E, wo eine Highlight-Location die nächste jagt. Monaco hört sich fantastisch an, und dann stehst du hier eine Woche später in Paris, wo extrem viele Leute die Marseillaise singen - das ist irgendwie auch ergreifend, obwohl man kein Franzose ist. Dann schaust du nach links und siehst den Eiffelturm - das ist einfach fantastisch.

Wie zufrieden bist du mit dem Rennwochenende insgesamt?
Nick Heidfeld: Das Qualifying lief nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Ich habe die Reifen nicht zum Arbeiten bekommen und mich geärgert, dass ich die Super Pole als Sechster knapp verpasst habe. Im Rennen habe ich gegen Gutierrez gleich am Start einen Platz gut gemacht. Dann konnte ich mir etwas Luft zu den Autos hinter mir verschaffen, aber die Spitze ist leider etwas weggefahren, weil ich von Nachzüglern aufgehalten wurde. Sonst hätte ich die Autos vor mir vielleicht noch unter Druck setzen können. Zum Schluss hatte ich eine ähnliche Pace und mehr Energie. Das stimmt mich sehr positiv, weil das in Monaco noch nicht der Fall war, dort habe ich in der zweiten Rennhälfte 13 Sekunden verloren und war mit der Balance des Autos nicht so happy.

Der Sieg ist immer das Ziel.
Nick Heidfeld

Die Plätze drei und vier sind für Mahindra das beste Team-Ergebnis.
Nick Heidfeld: Monaco war schon das beste Team-Ergebnis, jetzt wieder. Langsam wird es schwierig, das zu toppen (lacht).

Was fehlt dir noch, um ein Rennen zu gewinnen?
Nick Heidfeld: Der Sieg ist immer das Ziel. Weit weg ist man nicht mehr, hier waren wir von der Pace nah dran. Aber man muss realistisch bleiben. Es ist unrealistisch, vor dem Rennwochenende zu sagen, wir gewinnen aus eigener Kraft. Ich schließe es aber nicht aus. e.dams hatte schon das eine oder andere Mal Probleme, zum Beispiel in Mexiko, deshalb könnte es natürlich irgendwann passieren. Wir sind nah dran.

Was nimmst du dir für dein Heimrennen in Berlin vor?
Nick Heidfeld: Im Moment erhoffe ich mir an jedem Rennwochenende, auf das Podium zu fahren. In Berlin sind die Chancen doppelt so groß, weil wir zwei Rennen haben. Ich hoffe, dass es wie in den letzten beiden Jahren eine gute Stimmung geben wird, und rufe alle Fans auf, zu kommen, denn ich habe gehört, für den Sonntag gibt es noch ein paar Tickets.


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