Mark Webber war in Monaco nicht zu bremsen. Der Australier dominierte das Qualifying und das Rennen nach Belieben. Selbst vier Safety Car Phasen konnten ihn nicht stoppen. Obwohl sein Vorsprung jedes Mal wieder eingeschmolzen wurde, öffnete er immer wieder eine neue Lücke auf seinen Teamkollegen Sebastian Vettel, der an diesem Wochenende nicht mit Webber mithalten konnte.

Selbst auf dem Weg in die Startaufstellung war Webber der Schnellste: Um 13:31 Uhr blitzte ihn die FIA auf dem Weg in den Grid in der Boxengasse mit 70,9 km/h. Die Folge sind 2.200 Euro Geldstrafe. Die kann Webber locker verschmerzen - immerhin gewann er in Monaco nach dem Spanien GP das zweite F1-Rennen innerhalb von sieben Tagen.

Ein besonderer Tag

"Das ist ein ganz besonderer Tag, wahrscheinlich der tollste Tag in meinem Leben", sagte Webber. Jeder Formel-1-Fahrer möchte Rennen und vor allem den Monaco GP gewinnen. In einer Reihe mit dem Monaco-Rekordsieger Ayrton Senna geführt zu werden, sei eine ganz besondere Ehre für ihn. Senna gewann das Rennen seinerzeit sechs Mal und gilt als der König von Monaco.

Ganz besonders intensiv erlebte Webber die letzten Runden. "Jenson [Button] sagte mir auf der Fahrerparade, dass sich die Strecke verengt und die Leitplanken immer näher kommen, wenn man in den letzten Runden in Führung liegt", erinnerte sich Webber. "Ab 15 Runden hat es sich ganz genau so angefühlt." Ein noch schlimmeres Gefühl war es für Webber durch die vielen Safety Car Phasen jedes Mal seinen Vorsprung zu verlieren.

Webber beschrieb die Situation so: "Man arbeitet hart, zieht davon und riskiert einige ziemlich schnelle Runden, um den Abstand zu vergrößern und dann sitzen dir die ganzen schnellen Jungs wieder im Nacken." Als Fahrer gehöre das aber zum Job dazu. Der Lohn für ihn und das Team sind entsprechend: Doppelsieg in Monaco, Doppelführung in der Fahrer-WM und Führung in der Konstrukteurswertung. Dafür kassiert man auch mal gerne einen Strafzettel.