Im Sommer unterzeichnete Toyota noch das neue Concorde Agreement und bestätigte damit seinen Verbleib in der Formel 1 bis 2012. Am Mittwoch erklärte allerdings der Vorstand des Automobilherstellers den sofortigen Ausstieg aus der Königsklasse. Der Grund: die schlechte finanzielle Wirtschaftslage. Bereits Anfang der Woche hat der japanische Reifenhersteller Bridgestone seinen Rückzug nach der Saison 2010 bekannt gegeben.
Die FIA zeigte sich am Mittwoch ihrerseits beunruhigt über die aktuelle Lage. Zwar steht mit BMW Sauber bereits ein Ersatzteam zur Stelle, doch die FIA will erst die Situation bei Toyota klären, bevor man sich über ein anderes Team Gedanken macht. "Die Ankündigungen von Toyota und Bridgestone wurden von der FIA mit Sorge wahrgenommen. Bridgestone hat uns 18 Monate vorher über ihre Absichten informiert und damit erlaubt, dass die notwendigen Maßnahmen getroffen werden können", hieß es in einem Statement der FIA.
Die Entscheidung von Toyota folgte hingegen Wochen nachdem sie das Concorde Agreement unterzeichnet hatten. Dabei hatte man sich unter den Teams auf eine Kostensenkung geeinigt, um nach Honda weitere Ausstiege von Herstellern zu verhindern. "Die FIA hatte davor gewarnt, dass die Wirtschaftskrise den Motorsport nicht auslassen wird. Der Ausstieg von Toyota hat gezeigt wie wichtig die Maßnahmen der FIA zur Kostenreduktion in der Formel 1 sind", hieß es in dem Schreiben weiter.



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