Renault könnte das Team abstoßen und nur noch Motorenhersteller sein., Foto: Renault
Renault könnte das Team abstoßen und nur noch Motorenhersteller sein., Foto: Renault

Nach der Crashgate-Affäre waren sich viele Experten sicher: Renault fährt 2010 nicht mehr in der Formel 1. Entweder weil das Team von der FIA rausgeworfen wird oder weil sich der Hersteller nach dem Imageschaden zurückziehen würde. Doch es kam anders: In einem Schreiben an den FIA-Weltrat versicherte Renault, dass man in der Formel 1 bleiben möchte.

Nun haben die Gerüchteköche aber doch noch ein Ausstiegsszenario für die Franzosen zusammengebraut: So berichtet die Motorsport aktuell, dass Renault bereits versucht hat 49% der Teamanteile zu verkaufen. Mittlerweile sei man dazu übergegangen, das gesamte Team anzubieten.

Als Interessenten sollen der Russe Andrej Krajnik (Direktor einer der größten russischen Telefongesellschaften, die schon Renault-Sponsor ist) und der Luxemburger Gerard Lopez sein (der eine Sportmanagementfirma betreibt, die unter anderem die Nachwuchsrennfahrer Marco Wittmann, Christian Vietoris und David Mengesdorf betreut). Die Verhandlungen sollen in Abu Dhabi fortgesetzt werden. Das Team könnte wie bisher aus Enstone operieren. Die Motoren sollen weiter von Renault kommen.

Wahrheitsgehalt - Motorsport-Magazin.com: Möglich ist bekanntlich alles, erst recht, wenn es um F1-Ausstiege von Autoherstellern geht. Bernie Ecclestone betonte zuletzt, dass Renault 2010 sicher in der Formel 1 sein werde. Das bedeutet aber nicht, dass sie es als komplettes Werksteam sein müssen. Sollte das Team verkauft werden und Renault als Motorenlieferant bleiben, wäre Ecclestones Aussage noch immer richtig - nur Sauber dürfte es nicht gefallen, wenn kein Platz für sie frei wird.

Die Variante mit Renault als Motorenhersteller gab es in der Vergangenheit bereits. Nach dem letzten Renault-Ausstieg lieferte Mecachrome weiter Motoren. Vor dem Crashgate-Urteil bestätigte Mecachrome, dass man dies auch in Zukunft wieder machen könnte.