Formel 1

Ohne Job nach Brasilien - Barrichello: Die Saison 2008 war härter

Die aktuelle Situation ist für Rubens Barrichello weit weniger stressig als die Situation zu Saisonende 2008. Damals wusste er nicht, ob er eine Zukunft hat.
von Kerstin Hasenbichler

Motorsport-Magazin.com - 2008 stand Rubens Barrichello vor einem großen Fragezeichen. Honda hatte seinen Rückzug aus der Formel 1 angekündigt und damit stand der Brasilianer vor einer ungewissen Zukunft. Ein Jahr später hat sich die Situation für Barrichello um 180 Grad gedreht. Zwei Rennen vor Saisonende kämpft der Brawn GP-Pilot noch immer um den Weltmeistertitel und braucht sich um seine Zukunft keine Sorgen zu machen.

Barrichello bestätigte auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Brasilien, dass er Gespräche mit Williams für 2010 führt, ein Vertrag sei aber noch nicht unterzeichnet. "Im Vorjahr kam ich nach Brasilien ohne Job, das war eine harte Situation für mich. Ich wusste nicht, ob ich noch einmal hier fahren würde. Mein einziger Wunsch ist es jetzt, dass ich nächstes Jahr wieder in einem konkurrenzfähigen Auto sitze", erklärte der Brasilianer. Seit Silverstone zeigt die Formkurve des Brawn GP-Piloten steil nach oben.

Positive Energie

"Ich konnte viel mehr Speed aus dem Auto holen und jetzt arbeitet mein Auto gleich gut wie das von Jenson [Button]", verriet Barrichello. Sein Rückstand auf WM-Spitzenreiter Button beträgt vor seinem Heim-Rennen in Sao Paulo 14 Punkte. "Ich habe gelernt mit dem Druck eines Heimrennens umzugehen. Ich habe ihn in positive Energie umgewandelt und nutze diese Energie jetzt als Vorteil", meinte der Brawn GP-Pilot.

Nach zuletzt mäßigen Leistungen hofft Barrichello, dass das Team in Brasilien wieder zur alten Form zurückfindet. "Die zweite Saisonhälfte war für uns etwas härter, vor allem wegen Red Bull. Die anderen Autos haben aufgeholt, hoffentlich können wir hier um den Sieg mitkämpfen. Ich brauche einen Sieg und zwar ganz dringend", erklärte Barrichello.


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