Michael Schumacher war nach seinem siebten Saisonsieg überglücklich. "Nach gestern sah es für uns überhaupt nicht gut aus", gab er sich realistisch. "Das Rennen unter ähnlichen Bedingungen zu starten, war ebenfalls nicht gerade sehr viel versprechend. Dass ich am Anfang mit denen vor mir mithalten konnte, war also mehr als ich mir erhofft hatte." Aber es war auch ein "gutes" Zeichen. Denn "selbst wenn Fernando gewonnen hätte, hätte ich nur zwei Punkte verloren - das wäre noch im Rahmen gewesen. Vor dem Start hätte ich so ein Angebot sicher sofort unterschrieben und wäre gleich nach Suzuka gefahren". Immerhin hatte er nicht mit einem Sieg gerechnet, sondern war eher auf "Schadensbegrenzung" eingestellt. "Das es sich noch einmal komplett gedreht hat, war einfach spitze."

Für die letzten beiden Rennen möchte er jedoch keine Prognosen wagen. "Es ist unglaublich schwierig etwas vorherzusagen", wiegelte er ab. "Die Reifen sind ein entscheidender Faktor, der sich je nach Strecke komplett verändern kann. Deshalb wage ich keine Prognose." Sein Technikchef Ross Brawn sagte nur so viel: "Wir müssen jetzt voll konzentriert bleiben und dürfen kein Detail dem Zufall überlassen."

Teamboss Jean Todt war dennoch begeistert. "Das war ein unglaublich spannendes Rennen, in dem uns Michaels Genie, die Arbeit des Teams und die außergewöhnlichen Reifen dieses tolle Ergebnis ermöglicht haben." Ganz zufrieden war der kleine Franzose allerdings nicht. "Eine Kollision zwischen Felipe Massa und David Coulthard verhinderte, dass wir noch mehr Punkte holen konnten, die sehr wichtig für die Teamwertung gewesen wären." Denn in dieser liegt Renault jetzt wieder einen Punkt in Front.

Felipe Massa lässt sich dadurch aber nicht entmutigen. "Ich hätte in den Punkten landen, dem Team in der Konstrukteurs-WM helfen und meinen 3. Platz in der Fahrerwertung verteidigen können", klagte er zunächst, "aber jetzt werde ich versuchen das in Suzuka wieder gutzumachen."