Eine versäumte Chance?
Denis Chevrier: Wir haben eine Chance, verpasst, die wir gehabt haben. Wir hatten zwei Chancen. Eins und zwei in der Startaufstellung, eins und zwei nach ein paar Runden, wir hatten alles in der Hand. Falsche Reifen bei Fernando und ein verpatzter Boxenstopp, der mit zehn Sekunden bestraft wurde, funkte dazwischen. Also egal, wie du fährst, durch so etwas kannst du ein Rennen verlieren. Von da an war es für Fernando sehr schwer, mitzukämpfen. Giancarlo hatte an einem Punkt einen großen Mangel an Top Speed. Außerdem machte er einen Fehler bei der Ausfahrt nach dem Boxenstopp, was einen möglichen harten Kampf für Michael sehr einfach gemacht hat. Also haben wir da auch ausgelassen.
Wer traf die Entscheidung, Fernandos Reifen zu wechseln?
Denis Chevrier: Es ist immer eine Entscheidung nach dem Gefühl des Fahrers, der Techniker und den Reifenverantwortlichen. Sie sagen, Fernando hat normalerweise einen höheren Reifenverbrauch als Giancarlo, also war es eine Vorsichtsmaßnahme. Wir hatten einen schönen Vorsprung und wir dachten, wir würden für ein paar Runden ein bisschen Graining haben und dann würde es gehen. Stattdessen blieb das Graining sehr lange.
Ein positiver Punkt ist aber, dass ihr den Speed hattet…
Denis Chevrier: Ja, wir hatten den Speed und das haben wir mit zwei Fahrern gezeigt. Und unter den Konstrukteuren hatten wir hier das beste Wochenende. Den Sieg haben wir verpasst, was unsere Schuld ist, aber wir haben mehr Punkte gesammelt als Ferrari. Wenn wir also in den nächsten beiden Rennen wieder vorne sein können, dann holen wir die Meisterschaft.
Sie sind also in Punkto Meisterschaft noch optimistisch?
Denis Chevrier: Ja, warum auch nicht. Wir haben alles in unseren Händen. Bevor wir hier her kamen, war die schlimmste Situation für mich, dass wir uns selbst schlagen könnten. Leider wurden wir heute nur von uns selbst geschlagen.

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