Es spielte sich zwar weiter hinten im Feld ab, aber auch die Fernsehkameras konnten sich dem äußerst knappen Duell zwischen Nico Rosberg und David Coulthard nicht entziehen. Der Deutsche bedrängte den Schotten des Öfteren, kam aber nicht vorbei. Gegenüber motorsport-magazin.com rekapitulierte er den Zweikampf mit einem leichten Lächeln und ein wenig Ironie: "Ich kam halt nicht an dem Coulthard vorbei, an der alten Sau."

Das Problem war aber auch, dass er nicht zu viel riskieren wollte. Denn Coulthard selbst war auch mit einer guten Pace unterwegs und vor allem, "auf der Bremse war er noch relativ gut", erzählte Rosberg. Deswegen verlor er recht viel Zeit. Nach seinem Wechsel auf Trockenreifen, lief es dann aber besser. "Mit den Slicks ging es danach dann ganz gut. Es war aber schwierig, weil es war nur eine kleine Spur trocken und ich hab ein paar kleine Fehler gemacht und war ein paar Mal neben der Spur. Gegen Ende habe ich dann auf einmal noch riesiges Graining bekommen und viel Zeit verloren. Ansonsten habe ich viel gelernt und es war OK", sagte der Williams-Pilot, der schlussendlich als Elfter ins Ziel kam.

Was er genau gelernt hatte, erklärte er so: "Ich habe gelernt, auch einmal so ein Rennen zu fahren. Da lernt man sicher immer dazu. Auch die Entscheidungen, die wir getroffen haben, waren recht gut und von daher, war es, glaube ich, OK." Eine lehrreiche Beobachtung entging ihm aber. Nämlich die Kollision zwischen Nick Heidfeld und Rubens Barrichello, nachdem Heidfeld hinter dem zu überundenden Takuma Sato eingeklemmt war. Danach gefragt, ob es für den Japaner schwierig gewesen wäre, auszuweichen, konnte Rosberg schon aus seinem Erfahrungsschatz schöpfen: "Es ist nicht schwierig, von der Linie zu gehen. Denn wenn es regnet, ist es ja überall nass."