Nico Rosberg mag in Hockenheim mit zwei Abflügen nicht gerade sein bestes Rennwochenende erwischt haben, aber sein Team weiß ganz genau, was es an dem jungen deutschen Rohdiamanten hat.

Dafür ging Nico zuletzt auch auf Schmusekurs mit Teamkollege Mark Webber: "Er ist ein toller Kerl und ein schneller Fahrer. Ich habe schon viel von ihm gelernt", sagte Nico, der sich in Hockenheim auch ehrlich als Teamplayer outete. "Mir ist es gar nicht so wichtig, dass ich die Punkte hole - Hauptsache wir als Team holen überhaupt mal wieder Punkte", sprach Rosberg Worte locker aus, die viele Teamchefs gerne von wenigstens einem ihrer Piloten zu hören bekommen würde.

Seiner Zukunft ist sich Rosberg deshalb relativ sicher: "Es sieht so aus, als ob ich auch im nächsten Jahr für Williams fahren darf", prophezeite er und freute sich gleichzeitig darüber, dass er dann mit Toyota-Motoren starten darf.

"Wir haben bemerkt, dass Deutschland ein wichtiger Markt ist und Nico ist verdammt talentiert", nannte Frank Williams gegenüber Autosport gleich zwei Argumente Pro Rosberg. "Das sind die beiden Hauptgründe, warum wir ihn langfristig behalten wollen. Er könnte ein zukünftiger Champion sein."

Als solcher müsse er heute eben eine Lernphase durchmachen, in der er eben auch Fehler begehe. "Im ersten Jahr ist das für einen jungen Fahrer normal", so Williams. Wichtig ist: "Er ist unglaublich clever und begeht einen Fehler nur einmal - er vergisst ihn nicht und macht ihn nie mehr." Eben wie ein echter Champion.