Alonso ist der Mann der Stunde. Er eilt von Sieg zu Sieg, sechs davon zieren bereits sein Konto, zuletzt vier in Folge. Er eilt von Pole zu Pole, er holte alle fünf Poles der letzten fünf Qualifyings. Er stellte einen neuen Startrekord auf, mit derzeit 84 von 90 möglichen Punkten. Er verzaubert die gesamte Formel 1 und gilt als beinahe unschlagbar.

Doch auch ein Alonso kann verlieren. Am Dienstagabend mussten sich Alonso und seine spanische Nationalelf den Franzosen geschlagen geben. Mit 1:3 schieden sie im WM-Achtelfinale in Hannover gegen Frankreich aus. Mit auf dem Platz: Ein gewisser Herr Alonso. Allerdings nicht der glühende Real Madrid-Fan Fernando, sondern dessen Namensvetter Xabier. Die Alonsos dieser Welt sind also doch nicht unschlagbar - auch wenn ein Airbus-Flugversuchsingenieur namens Fernando Alonso im April 2005 am Erstflug des A380 teilnehmen durfte. Michael Schumacher und Ferrari dürften das Ende der Unbezwingbarkeit der scheinbar allgegenwärtigen Alonsos sicherlich mit einem Grinsen aufgenommen haben.

Ob dem Motivationstiefschlag für Alonso, den Rennfahrer, am kommenden Wochenende ein Motivationsschub für Michael Schumacher folgt, wird sich am Freitag zwischen den beiden Freien Trainings herausstellen - dann trifft Deutschland im Viertelfinale auf Argentinien.

Der französische Viertelfinaleinzug dürfte derweil nur auf Alonsos Renault Team und seinen Reifenhersteller Michelin positiven Einfluss haben, Franck Montagny wird davon kaum profitieren; ein Sieg des Franzosen dürfte ähnlich realistisch sein wie ein Hattrick von Oliver Kahn oder eine erfolgreiche WM-Qualifikation Österreichs...