In den letzten Jahren gab es für Michael Schumacher keinen Anlass die Worte "Wir waren nicht schnell genug" in den Mund zu nehmen. Entweder waren er und Ferrari der Konkurrenz so airboxhoch überlegen, dass daran überhaupt nicht zu denken war, oder jeder konnte im letzten Jahr selbst sehen, dass die Roten nicht in Höchstform waren.

In dieser Saison entwickelt sich der Spruch jedoch fast schon zum Dauerbrenner: Wie in Barcelona am Sonntag oder in Silverstone musste der Deutsche auch in Montreal abermals gestehen: "Wir sind nicht schnell genug und müssen die Daten studieren, um uns zu verbessern."

Dennoch bleibt der sichtlich enttäuschte Ex-Champion optimistisch: "Der Rückstand auf unsere Rivalen ist sehr groß, aber wir wissen, dass sich diese Situation schnell ändern kann. Es liegt jetzt an uns."

Die vielen Ausrutscher neben die Strecke lagen hingegen am "geringen" Grip und den Bridgestone-Reifen, die nicht optimal funktionierten. "Die Strecke war sehr rutschig, aber das macht mir am wenigsten Sorgen", so der Deutsche. Viel mehr Sorgen bereitet ihm der fehlende Speed. "Wir müssen schneller werden", fordert er. Zur Resignation ist es aber noch "zu früh".