Beim Blick auf die Zeitenliste des 2. Freien Trainings musste man heute lange suchen, bis man die beiden Ferrari-Piloten auf den Plätzen 15 und 22 wieder fand. Die Bridgestone-bereiften Ferrari schienen mehr zu rutschen als ihre Pendants auf Michelin-Pneus.

Einen kleinen Hinweis in diese Richtung lieferte Bridgestone-Technikchef Hisao Suganuma, als er sagte: "Die Streckenbedingungen verbesserten sich am Nachmittag etwas, wodurch unsere Reifen langsam in ihr ideales Arbeitsfenster kamen." Auf der extrem grünen, also griplosen Strecke war dies zu Beginn, auch unter Berücksichtigung der niedrigen Temperaturen, nicht der Fall.

Noch sind sowohl die harten als auch die weichen Reifen eine Option für das Rennen. Michael Schumacher und Felipe Massa unterzogen heute je eine der Mischungen einem intensiven Test. Ansonsten arbeitete man an der Abstimmung und dem normalen Freitagsprogramm. Suganuma erwartet, dass sich die Streckenbedingungen im Laufe des Wochenendes weiter verbessern. "Dann sollte auch die Reifenabnutzung geringer sein." Bei einigen Teams sah das heute noch ganz anders aus.

"Es ist noch zu früh, um ein klares Bild vom Kräfteverhältnis zu zeichnen", gab sich Teamboss Jean Todt gelassen. Technikchef Ross Brawn sprach derweil Klartext: "Wir bekamen die Reifen heute nicht zum Arbeiten." Brawn verglich die Situation mit dem Donnerstag in Monaco, an dem das Bild ähnlich war. "Morgen und am Sonntag sollte es besser aussehen. Es gibt keinen Grund nicht optimistisch zu sein."