Alles spricht über die 23 WM-Zähler Rückstand von Michael Schumacher auf Fernando Alonso. Doch keiner beachtet die 47 Punkte Rückstand von Vizeweltmeister McLaren Mercedes auf Titelverteidiger Renault. Oder die 41 Punkte Rückstand von Vizechampion Kimi Räikkönen auf den abermaligen WM-Leader.
"Wir müssen alle hart daran arbeiten wieder konkurrenzfähig zu werden", sagt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Fünf Podestplätze aus acht Rennen spiegeln nicht unser Leistungsvermögen wider."
Allerdings könnten die notwendigen Verbesserungen "nicht übernacht" erzielt werden. Trotz eines erfolgreichen Tests in Le Castellet müsse man noch mehr Performance aus dem MP4-21 herausholen. "Wir sind fest entschlossen das zu schaffen." Den ersten Schritt dahin habe man in Silverstone machen können. "Wir sind auf dem richtigen Weg, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns, um unsere Hauptgegner einzuholen."
Wie weit der Weg ist, zeigt nicht nur der Punktestand - auch die Anerkennung im Fahrerlager ist derzeit nicht mehr so hoch, wie sie es im letzten Jahr noch war. Damals wurde der Silberpfeil als das schnellste Auto des Feldes angesehen; wenn er auch nicht zuverlässig genug war. Heute fehlt es dem Chrompfeil sowohl am Speed als auch an der Haltbarkeit.
"Vergangenes Jahr kämpften wir gegen Teams, die mehr mit ihrer Zuverlässigkeit beschäftigt waren als mit Rennsiegen", stichelte Alonso gegen seinen nächstjährigen Arbeitgeber, "das wird bei Ferrari ganz sicher nicht der Fall sein." Genau dahin möchte McLaren so schnell wie möglich wieder gelangen.



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