Im vergangen Jahr konnte Kimi Räikkönen den Grand Prix von Kanada gewinnen, nach den Tests in Paul Ricard vergangene Woche und Startreihe eins für Räikkönen in Silverstone ist man jedoch zuversichtlich, auch auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal einiges bewirken zu können. Kimi Räikkönen freut sich jedenfalls auf das Rennen in Quebec. "Beim Grand Prix von Kanada haben wir lange Hochgeschwindigkeits-Geraden und darauf folgende langsame Kurven," erklärt der Finne. "Deshalb muss man hier, wahrscheinlich mehr als auf anderen Strecken, in den Kurven eine sehr gute Balance haben damit man am Kurvenausgang sofort wieder voll beschleunigen kann. Ansonsten verliert man auf den Geraden zu viel Zeit."

Teamkollege Juan Pablo Montoya erklärt, dass es in Montreal allerdings noch einen anderen, sehr wichtigen Faktor gäbe, der über Sieg und Niederlage mitentscheiden kann. "In Kanada sind die Bremsen der Schlüssel, denn dieser Kurs stellt die höchsten Anforderungen an die Bremsen im gesamten Formel 1-Kalender. Wir werden daher mit mehr Bremskühlung fahren und somit auch mit größeren Öffnungen am Chassis." Weiter erklärt der Kolumbianer, dass Montreal eine seiner absoluten Lieblingsstrecken sei, denn "der kanadische Grand Prix ist ein tolles Rennen, da die Strecke so nah an der Innenstadt liegt und die Atmosphäre ist wie beim Karneval. Ich freue mich wirklich darauf und hoffe, dass ich dieses Jahr ein weniger ereignisreiches Rennen habe."

Mercedes-Sportchef Norbert Haug hat für die nächsten Rennen ein klares Ziel gesetzt: wieder so konkurrenzfähig zu werden wie 2005. Er weiß aber auch, dass der letztjährige Erfolg nur schwer zu wiederholen sein wird. "Wir müssen alle hart arbeiten um wieder so konkurrenzfähig zu werden wie letztes Jahr, fünf Podiumsplätze in acht Rennen zeigen nicht das, wozu das Team fähig ist und, was wir geplant hatten." Die Verbesserungen könnten sicher nicht über Nacht kommen, aber Haug ist sicher, dass man in einem "überschaubaren Zeitrahmen" wieder dahin kommen werde, wo man hinwolle.