Warum lief es bei den letzten beiden Rennen für Nick Heidfeld nicht rund? Diese Frage stellten sich in den letzten Tagen viele Beobachter. Mancher kam dabei mit der Theorie auf, dass Heidfeld sich in seiner neuen Rolle als Teamleader zu viele Gedanken mache und zu sehr verkrampfe.

Nick kann damit aber nichts anfangen. "Ich war vielleicht offiziell noch nie offiziell der Nummer 1-Pilot, aber im Team wurde ich schon öfter als Nummer 1 Pilot angesehen", wehrte er sich gegen die Kritik. Verärgert ist er über diese Geschichten aber nicht. "Mittlerweile habe ich genügend Erfahrung, es wegzustecken. Zu Beginn der Karriere, nimmt man sich so etwas noch mehr zu Herzen und regt sich mehr darüber auf."

Was war nun aber das große Problem am Nürburgring? "Mein Hauptproblem auf dem Nürburgring war, dass das Fahrverhalten über die Distanz nicht konstant war", verriet Nick gegenüber motorsport-magazin.com. "Das Heck ist extrem aggressiv ausgebrochen und es war schwierig vorherzusagen, wann es passieren würde. Wie sich das hier darstellen wird, kann ich noch nicht sagen, weil ich dazu noch nicht genug Runden gefahren bin." Aber insgesamt ist er schon "etwas zuversichtlicher".

"Der erste Eindruck hier ist besser als bei den vergangenen beiden Rennen", bestätigte er. "Wir haben ein paar Sachen geändert, auf die ich aber noch nicht näher eingehen möchte." Allerdings wäre ihm ein kleiner Test zwischen den Rennen sehr entgegen gekommen. "Ich hätte sehr gerne getestet und einige Ideen umgesetzt, aber dazu bleibt bei einem Back-to-back-Rennen eben keine Zeit." Eine der Ideen war ein Entgegenkommen an das Setup seines Teamkollegen. "Aber an einem Rennwochenende kann ich das bei den wenigen zur Verfügung stehenden Runden nicht ausprobieren."