Michael Schumachers Ankündigung, erst am Saisonende 2006 über seine Zukunft entscheiden zu wollen, löst bei einigen seiner Ex-Fahrerkollegen unterschiedliche Interpretationen aus. Keke Rosberg etwa, der Weltmeister von 1982, sieht darin vor allem einen taktischen Schachzug, um sich Ruhe zu verschaffen, "ich würde das mal alles nicht so ernst nehmen."
Gerhard Berger wunderte sich nicht sonderlich darüber, "dass Ferrari Michael diese Freiheit gibt, das zeigt nur, welchen enormen Status sich Michael dort im Team im Laufe der Jahre erworben hat." Berger und auch Christian Danner sehen darin allerdings einen Hinweis, dass Ferrari doch schon eine sehr feste Zusage von Kimi Räikkönen habe, "denn sonst könnte man sich doch das Risiko nicht leisten, am Ende vielleicht ohne Spitzenfahrer dazustehen."
Wobei ja allgemein bekannt ist, dass selbst ein unterschriebener Vertrag meist kein echtes Hindernis ist, sollte es sich ein Fahrer in noch anders überlegen, Räikkönen also dem "Risiko", Schumacher in dessen ureigenem Team doch lieber aus dem Weg gehen wollen. Deshalb gibt es auch die andere Version - die, dass man sich bei Ferrari absolut sicher sei, dass Schumacher zumindest dann weitermache, wenn Räikkönen doch nicht 2007 zu Ferrari käme...

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