Am Nürburgring hatte Bridgestone einen Reifenvorteil. Siehst Du das hier ähnlich?
Alex Wurz: Es ist wieder sehr knapp. Am Nürburgring war Bridgestone eine Nuance besser. Hier sollten beide Reifenhersteller gleichauf liegen - vielleicht mit einem kleinen Vorteil für unsere Konkurrenz. Aber das lässt sich heute noch nicht sagen.
Gerade in Barcelona ist das sehr schwierig. Wieso verändern sich die Streckenbedingungen hier so schnell und stark?
Alex Wurz: Wenn ich das wüsste... dann wäre ich wohl der Schlauste im gesamten Fahrerlager. Mit dem neuen Asphalt ist es etwas besser geworden, aber die Streckenverhältnisse verändern sich trotzdem noch sehr drastisch. Am Nachmittag hatten wir beispielsweise viel weniger Grip als im 1. Training. Die Autos waren an der Hinterachse wesentlich nervöser und wir fragen uns warum. Natürlich haben die Oldtimer Öl gespuckt, aber grundsätzlich ist Barcelona immer verwirrend.
Ist das auch ein Grund dafür, warum die Ferrari-Zeiten am Vormittag so schnell waren...
Alex Wurz: Nachmittags war es relativ windig. Aber den großen Zeitabstand kann ich mir nur damit erklären, dass Ferrari alle mit wenig Sprit schocken wollte. Also haben sie mit wenig Sprit eine Zeit hingelegt, an die dann niemand mehr herankam.
Wie beurteilst Du die Long Runs der Roten im Vergleich zu Renault?
Alex Wurz: Da kann ich noch nichts zu sagen.
Weißt Du, warum McLaren gar so wenig fährt?
Alex Wurz: Nein.
Sie sagen: Wir haben hier ewig getestet und weil sich die Strecke ständig ändert, fahren wir erst am Samstagmorgen, wenn die Strecke vielleicht dem Sonntag näher ist...
Alex Wurz: Das sehen sie durchaus richtig. Denn heute Nachmittag war nur verwirrend.
Und wer ist Dein Siegertipp?
Alex Wurz: Alonso.

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