Viel wird von der Weiterentwicklung der Bridgestone-Reifen abhängen, in wieweit er die Konkurrenz wird in Schach halten können, meint Michael Schumacher und testet deshalb diese Woche auch ausgiebig in Le Castellet. "Dass wir hier in Frankreich testen, hat schlichtweg den Grund, dass wir gemeinsam mit Bridgestone der Meinung waren, dass der Kurs in Le Castellet der beste ist, um die Reifen für den Nürburgring und für Monaco auszusortieren," schreibt Schumacher auf seiner Homepage. "Und das ist genau das, woran ich seit gestern hauptsächlich arbeite - auch wenn das Wetter gestern nicht ganz so mitgespielt hat und es am Nachmittag leider eine Weile lang heftig geregnet hat."
Jeder Tag sei wichtig, um die Entwicklung voranzutreiben und man sei mittlerweile soweit, dass man sagen könne, dass Ferrari bei den künftigen Rennen ebenfalls konkurrenzfähig sein wird und, "dass der Sieg von Imola also keine Eintagsfliege bleiben wird. Da macht die Reifentesterei natürlich gleich noch mehr Spaß!" Gegenüber der italienischen Gazzetta dello Sport erklärte der 37-jährige: "Es gibt keinen Grund, warum Ferrari nicht konkurrenzfähig sein sollte." In Australien sei man ja schließlich auch gut im Rennen gewesen, als die Reifen die richtige Temperatur hatten. "Das heißt, dass das Auto von der Grundkonzeption her sehr gut ist. Jetzt geht es darum, darauf hinzuarbeiten, dass diese Leistung in jeder Phase des Rennens da ist."
"Jeder hat gesehen, dass ich in Imola mit dem zweiten Satz Reifen nicht mehr so konkurrenzfähig war," so Schumacher weiter. "Natürlich wollen wir jetzt herausfinden, warum das so war." In Paul Ricard will man bei Ferrari die gleichen Konditionen wie im Rennen simulieren und versuchen die Leistung zu verbessern. Ein Bridgestone-Ingenieur, der aber ungenannt bleiben wollte, gestand gegenüber Autsport: "Wir wissen, dass wir noch einige Probleme zu lösen haben und wir haben eine Menge Arbeit vor uns." Die Charakteristik des Paul Ricard-Kurses sei aber perfekt, die Reifen für das Rennen am Nürburgring auszuwählen und auch schon für den Grand Prix von Monaco Ende Mai. "Die Strecke ist aber auch ideal um die Reifen für Montreal auszuwählen," so der Bridegstone-Mann.

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