Seit Wochen wollten Harry Stiller und seine Verbündeten schon den Vorstand des BRDC (British Racing Drivers' Club) und Betreiber der Rennstrecke in Silverstone, entmachten um ihre eigenen Pläne durchzubringen, den Kurs mit Hilfe der Baufirma St. Modwen umzubauen. Heute wurde dem ehrgeizigen Briten jedoch eine klare Absage erteilt, als die Mitglieder des Clubs in einer außerordentlichen Sitzung, bei der unter anderem auch John Surtees, David Richards und Frank Williams zugegen waren, dem Vorstand das volle Vertrauen ausgesprochen haben.

Im Falle einer gegenteiligen Entscheidung wäre das jährliche Treffen am heutigen Nachmittag, bei dem es auch um die Sanierung der Traditionsstrecke gehen soll, wohl zu einem Chaos geworden. Ich diesem Fall hätte nämlich erst ein neuer Vorstand gewählt und vereidigt werden müssen. Bei der außerordentlichen Sitzung heute früh hatte sich in der Abstimmung mit Handzeichen aber klar gezeigt, dass Stiller nur sehr wenig Unterstützung genießt. Die offizielle Abstimmung ist zwar noch nicht ausgezählt, laut Autosport kann man aber davon ausgehen, dass das Misstrauensvotum gescheitert ist.

Nun kann man in der jährlichen Sitzung ungehindert über die Umbaupläne der Strecke beraten und auch darüber, ob der ehemalige Formel 1-Weltmeister Damon Hill Präsident des BRDC werden soll.