Das unfreiwillige Feuerwerk, mit dem Honda den Grand Prix von Australien beendete, als Jenson Button seinen RA106 nur wenige Meter vor die Ziellinie mit einem brennenden Motor abstellen musste, soll sich in Imola auf keinen Fall wiederholen. Nach mehr als 3.500 Testkilometern in Vallelunga und Barcelona sieht man sich bei den Japanern gut gerüstet für den Europaauftakt der diesjährigen Formel 1-Saison.

"Traditionell stellen viele Teams in Imola ihre Weiterentwicklungen an den Autos vor und das kann das Kräfteverhältnis der ersten drei Überseerennen schon durcheinanderbringen," erklärt der Sportdirektor Gil de Ferran. "Daher haben auch wir seit Australien keine Pause eingelegt und haben viele mögliche Verbesserungen, sowohl bei der Leistung als auch bei der Zuverlässigkeit getestet." Für Honda sei Imola immer ein gutes Pflaster gewesen und daher sei es mehr als wahrscheinlich, dass man auch dieses Jahr beim Grand Prix von San Marino einen neuen Anlauf im Kampf um die Meisterschaft nehmen könne.

Auf bessere Zeiten in Europa hofft auch Jenson Button, dessen Erinnerungen an die Strecke, abgesehen von 2005, als das Team wegen eines Zusatztanks nachträglich disqualifiziert wurde, durchweg positiv sind. Die erste Pole Position seiner Karriere und ein zweiter Platz im Rennen 2004 stimmen den Engländer zuversichtlich für das kommende Wochenende. "Die Atmosphäre da ist immer sehr gut und ich habe gute Erinnerungen an die Strecke," freut sich Button. "Natürlich waren wir über unsere Leistung in Australien sehr enttäuscht, wir haben bei den Tests aber gute Fortschritte gemacht und ich bin zuversichtlich, dass wir in Imola konkurrenzfähig sein werden. Es sollte ein gutes Wochenende für uns werden."

Teamkollege Rubens Barrichello reist, insbesondere im Hinblick auf die neue Ausbaustufe des Honda-Aggregats ebenfalls sehr hoffnungsvoll nach Italien und hofft, dass der Verlauf der Saison auch für ihn einen Wendepunkt nimmt. Imola sei eine absolute Fahrerstrecke, sagt der Brasilianer und "unsere Schwierigkeiten in Australien haben uns dazu veranlasst, während der letzten Wochen noch härter zu arbeiten und wir haben ein gutes Gefühl, dass wir solide Fortschritte gemacht haben."