An diesem Wochenende wird der Große Preis von Bahrain auf dem Sepang International Circuit ausgetragen - womit der Kurs in Malaysia nach neun Jahren sein Formel 1-Comeback feiert. "Ich erinnere mich noch daran, wie ich das Rennen damals mit meinem Vater auf der Couch verfolgt habe", erzählt Arvid Lindblad. Beim letzten Grand Prix in Sepang im Jahr 2017 absolvierte er sein zweites Jahr in der britischen Kartserie.
Doch sein erster Grand Prix auf dem Sepang International Circuit wird durch eine Motorstrafe erschwert. Wie Racing Bulls am Donnerstag bestätigte, werden in Lindblads VCARB03 ein neuer Verbrennungsmotor, ein neuer Turbolader sowie eine neue Auspuffanlage eingebaut. Bei allen drei Bauteilen handelt es sich um die jeweils fünfte Einheit der Saison, womit das erlaubte Kontingent überschritten wird.
Lindblad in Malaysia: Start vom Ende des Feldes
Das Reglement sieht vor, dass ein erstmaliger Verstoß gegen die Kontingentbeschränkungen pro Power-Unit-Komponente eine Versetzung um zehn Startplätze nach sich zieht, während jeder weitere Verstoß mit fünf Plätzen geahndet wird. Allerdings wird jede Komponente separat gewertet - Lindblad kassiert somit zehn Plätze pro Teil, und sobald mehr als 15 Plätze Strafe kumuliert werden, erfolgt der Start automatisch vom Ende des Feldes ("Back of the Grid"). Damit wird Arvid Lindblad den Grand Prix am Sonntag vom Ende des Feldes in Angriff nehmen.
Bereits vor einer Woche in Baku hatte Lindblad frische Motorenteile (ICE, Turbolader, Abgasanlage) sowie neue Nebenaggregate – darunter Komponenten des Kraftstoffsystems, Wastegate, Öltank und Kühlsystem – erhalten. Während bei den Hauptkomponenten der Antriebseinheit nun das Limit überschritten ist, liegt die Obergrenze bei den Nebenaggregaten bei sechs Einheiten pro Saison. Hier bewegt sich der Brite somit weiterhin innerhalb des erlaubten Kontingents.
Hadjar rechnet mit schwierigem F1-Wochenende
Auch bei Red Bull gibt es an diesem Wochenende eine Motorstrafe. Fast schon in einem Nebensatz erwähnte Isack Hadjar in seiner Medienrunde am Donnerstag, dass er eine Startplatzstrafe kassiert, da er in Malaysia eine neue Komponente der Antriebseinheit nutzt. Da Hadjar bereits in Spa-Francorchamps einen neuen Verbrennungsmotor, einen neuen Turbolader sowie eine neue Abgasanlage erhielt und dort seine "Back of the Grid"-Strafe verbüßte, kassiert er an diesem Wochenende eine Strafversetzung um fünf Startplätze.
Obwohl die Teams keine Referenzdaten der aktuellen Fahrzeuggeneration für den Sepang International Circuit besitzen, rechnet Hadjar mit einem deutlich schwereren Wochenende für Red Bull Racing als auf dem Straßenkurs in Baku eine Woche zuvor. Das Layout verbindet zwei lange Geraden mit schnellen und mittelschnellen Kurven. Vor allem die anspruchsvollen Kurvenkombinationen verlangen eine präzise Vorderachse und ein stabiles Auto beim Anbremsen.
"Ich erwarte, dass wir aufgrund des Layouts etwas weniger konkurrenzfähig sind. Wenn wir es an diesem Wochenende trotzdem schaffen, um ein Podium zu kämpfen, wäre das gut. Denn wenn man die Rennpace hat, kommt man hier nach vorne – und wenn uns das nicht gelingt, bedeutet das, dass wir nicht schnell genug sind", meinte Hadjar. Eine entscheidende Rolle wird auch das Wetter spielen.
Das GP-Wochenende fällt in eine der niederschlagsreichsten Perioden Kuala Lumpurs, in der heftige Gewitter an der Tagesordnung stehen. "Ich würde eine Regen-Session in jedem Fall für eine gewertete Session wie das Qualifying begrüßen. Im Rennen würde es Chaos anrichten und ich glaube nicht, dass wir dafür wirklich bereit sind – aber für das Qualifying definitiv, warum nicht", so Hadjar.
m Donnerstag erhascht die Formel 1 bereits einen Blick auf das große Mercedes-Update in der Boxengasse von Malaysia. Die ersten Bilder im Technik-Check gibt's hier:



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