Die Formel 1 reist an diesem Wochenende zu einem ihrer traditionsreichsten Kurse im Kalender. Mit Ausnahme von 1980, als das Rennen in Imola stattfand, ist Monza seit 1950 der stolze Gastgeber des italienischen Grand Prix. Die nordöstlich von Mailand gelegene Rennstrecke wurde 1922 in nur 100 Tagen erbaut und verband zwischen 1955 und 1969 zwei Rennstrecken in einer. Motorsport-Magazin.com verrät euch, was ihr noch über den Temple of Speed wissen solltet.

Die F1-Strecke: Autodromo Nazionale Monza

Seit der Premierensaison 1950 ist Monza fester Bestandteil der Königsklasse. Einzig im Jahr 1980 musste das Rennen wegen umfangreicher Umbauarbeiten einmalig nach Imola ausweichen. Neben dem klassischen Straßenkurs existierte auf dem Areal einst ein berüchtigtes Hochgeschwindigkeitsoval mit zwei Steilkurven. Die Formel 1 nutzte die Kombination aus Oval und Straßenkurs in den Jahren 1955, 1956, 1960 und 1961.. Ursprünglich 1922 als Erdwall errichtet, wurde das Oval 1955 aus massivem Beton neu aufgebaut.

Doch die immensen Geschwindigkeiten bargen ein hohes Risiken.Nach den tragischen Unfällen jener Epoche - unter anderem dem fatalen Crash von Wolfgang Graf Berghe von Trips 1961 auf der Anfahrt zur Parabolica - wurde die Nutzung des Steilkurven-Ovals im Formel-1-Kontext beendet. Die imposanten Betonelemente sind jedoch bis heute erhalten geblieben und ziehen Fans aus aller Welt an..

Die Formel 1 beim Start in den Italien-GP in Monza.
Das Autodromo Monza gehört zu den schnellsten Strecken im F1-Kalender, Foto: IMAGO / Jan Huebner

Um die extremen Geschwindigkeiten einzudämmen, wurden ab 1972 gezielt Schikanen in das Streckenlayout integriert: Die berühmte „Variante del Rettifilo“ sowie die „Variante della Roggia“ entstanden 1972, gefolgt von der „Variante Ascari“ im Jahr 1976. Erst seit 2000 ist der Streckenverlauf so, wie wir sie heute kennen. Die Strecke weist eine Länge von 5,793 Kilometern auf und umfasst vier Links- sowie sieben Rechtskurven.

Im Vorjahr fand in Monza das schnellste Rennwochenende der Geschichte statt. Sieger Max Verstappen beendete das Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250,706 km/h und knackte den Rekord von Michael Schumacher mit 247,585 km/h. Auf der 1,1 Kilometer langen Start-Ziel-Geraden werden Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h erreicht. An ihrem Ende zum Eingang in die "Variante del Rettifilo" ist aus dem Windschatten heraus auch die beste Überholmöglichkeit im insgesamt 53 Runden langen Rennen.

Italien GP: Die Formel-1-Statistik in Monza

Italien hat mit Mercedes-Pilot Kimi Antonelli seinen nächsten Superstar gefunden, allerdings wird der WM-Leader ausgerechnet an diesem Wochenende eine Gridstrafe kassieren. Lewis Hamilton ist mit fünf Grand-Prix-Siegen zusammen mit Michael Schumacher der erfolgreichste Pilot in der Geschichte des Italien-GP. .

2025 stellte Max Verstappen mit einer Rundenzeit von 1:18,792 Minuten den absoluten Streckenrekord im Qualifying auf. Lando Norris fuhr die schnellste Rennrunde. Ferrari ist beim Heimrennen der mit Abstand erfolgreichste Konstrukteur. 72 Podestplätze mit 20 Siegen inbegriffen konnten die Scuderia Monza bisher einfahren. Verfolger McLaren rangiert in der ewigen Bestenliste dahinter mit 28 Podien und elf Erfolgen..

RekordFahrerKonstrukteur
SiegeMichael Schumacher (5), Lewis Hamilton (5)Ferrari (20)
Pole PositionsLewis Hamilton (7)Ferrari (23)
PodienLewis Hamilton (8), Michael Schumacher (8)Ferrari (72)
absoluter StreckenrekordMax Verstappen, 1:18.792 Minuten
Durchschnittgeschwindigkeit: 264,682 km/h
Red Bull Racing, 2025
schnellste RennrundeLando Norris, 1:20.901 Minuten
Durchschnittgeschwindigkeit: 257,781 km/h
McLaren, 2025
schnellstes RennenMax Verstappen, 1:13:24,325 Stunden
Durchschnittgeschwindigkeit: 250,706 km/h
Red Bull Racing, 2025
Hamilton, Norris, Russell: Wer ist erster Antonelli-Jäger? (23:10 Min.)