Am bisherigen Formel-1-Wochenende in Österreich führte an Andrea Kimi Antonelli kein Weg vorbei. Im dritten Freien Training muss sich der WM-Führende allerdings hinter seinem Teamkollegen George Russell anstellen, der die Bestzeit aufstellt. Ferrari legt deutlich zu, Lewis Hamilton spielt erneut vorne mit.
Gegen den Trend: Plötzlich fährt George Russell Bestzeit
Das Ergebnis: Mercedes konzentrierte sich im dritten Training, wie die meisten anderen Teams ebenfalls, beinahe ausschließlich auf Qualifying-Simulationen. Mit der schnellsten davon setzte sich George Russell mit einer Zeit von 1:07,096 kurz vor dem Ende der Session an die Spitze. Das kam etwas überraschend, denn zuvor konnte Antonelli mit Leichtigkeit seinem Mercedes-Partner immer wieder deutlich unterbieten.
Antonelli landete mit 0,038 Sekunden Rückstand auf der zweiten Position. Lewis Hamilton reihte sich mit 0,115 Sekunden Abstand erneut als erster Verfolger der Mercedes-Egide ein. Dahinter folgten mit Oscar Piastri und Lando Norris die beiden McLarens, die damit die Top-5 abrundeten. Max Verstappen folgte knapp hinter dem Papaya-Duo auf P6.
Charles Leclerc brachte keine schnelle Runde zustande und reihte sich mit 0,356 Sekunden Rückstand nur auf der siebten Position ein. Isack Hadjar, Liam Lawson und Arvid Lindblad rundeten die ersten Zehn ab. Audi landete in Form von Nico Hülkenberg auf P12, Gabriel Bortoleto sortierte sich direkt dahinter auf Rang 13 ein.
Sainz sorgt für Schreckmoment in ruhigem Training
Zwischenfälle: Im Gegensatz zu den von kleineren und größeren technischen Problemen geprägten Freitags-Trainings lief im FP3 sowohl auf als auch neben der Strecke alles in ziemlich geordneten Bahnen ab. Einzelne Verbremser natürlich ausgenommen. Für den größten Schreckmoment sorgte Carlos Sainz, als er auf Start-Ziel in langsamer Fahrt auf der Ideallinie war und der Racing Bull von Arvid Lindblad deshalb auf das Gras ausweichen musste. Sainz erhielt dafür eine Warnung.
Ansonsten gab es nur Kleinigkeiten zu vermelden. Fernando Alonso klagte eine Viertelstunde vor dem Ende der Session, dass er seinen Aston Martin nicht lenken könne, da sich etwas an der Front falsch anfühle. Max Verstappen verlangte zunächst einen Wechsel seines Ohrhörers und seiner Balaklava, später bemerkte er eine konstante Frequenz in seinem Boxenfunk. Bei Norris und bei Leclerc ging der Spiegel kaputt.
Das Wetter: Wie auch das gesamte restliche Wochenende war auch das Abschlusstraining am Samstag geprägt von heißen Temperaturen. 30 Grad Celsius wurden zu Beginn von FP3 in der Luft gemessen, am Ende waren es 32. Auf der Streckenoberfläche resultierte das in schwindelerregenden Werten von 49 bis 51 Grad. Bis zum Qualifying soll die Hitze sogar noch ein paar Grad zulegen.



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