Die Europäische Union gibt grünes Licht für die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL. Das hat die EU-Kommission in einer Pressemitteilung am Abend des 22. April auch offiziell bestätigt. Damit kann RTL jetzt den bereits im Juni des Vorjahres anberaumten Deal abschließen. Unklar bleiben die Auswirkungen auf die Formel 1.

Vonseiten der EU kam man jedenfalls zum Schluss, dass der Kauf des deutschen Geschäfts von Sky durch RTL kein Problem für den Wettbewerb im TV- und Streaming-Bereich ist. Davor waren die beiden keine engen Wettbewerber gewesen, ausreichend andere TV-Wettbewerber sind vorhanden, es entstehen also keine Einschränkungen der Alternativen.

So wird die Übergabe sogar ohne Auflagen freigegeben. RTL ließ kurz im Anschluss der Bestätigung wissen, dass mit dem Abschluss der Transaktion bis zum 1. Juni 2026 zu rechnen sei. "Unser Ziel ist es, dem Publikum über alle Kanäle hinweg ein innovatives und überzeugendes lokales Angebot zu bieten - von unabhängigen Nachrichten über Premium-Unterhaltung bis hin zu Live-Sport", unterstreicht RTL-CEO Stephan Schmitter.

Damit wandern unter anderem die Formel-1-Rechte - welche Sky vor einigen Jahren für Deutschland exklusiv erworben hatte - unter die Schirmherrschaft der RTL-Gruppe. Was allerdings nicht bedeuten muss, dass es zu mehr Rennen im Free-TV kommen wird. Auch wenn das von Schmitter letztes Jahr zumindest in den Raum gestellt wurde. "Unser Anspruch ist es, dass hochwertiger Live-Sport kein reines Luxusgut wird."

Doch aktuell scheint es in Deutschland sowieso an einem anderen Free-TV-Problem zu hängen. An und für sich befanden sich RTL und Sky schon in den letzten Jahren in einer Partnerschaft, über die RTL eine ausgewählte Anzahl an Sessions im Free-TV übertrug. Doch 2026 gab es bislang noch keine Meldung, ob das erneut der Fall sei.

Medienberichten zufolge liegt das auch nicht an Verhandlungen zwischen RTL und Sky, sondern an einem Disput mit den österreichischen F1-Rechteinhabern ServusTV und ORF. Da RTL auch in Österreich zu sehen ist, die österreichischen Rechtehalter aber um ihre Werbekunden und Zuseher fürchten. Der Streit sickerte vor über einem Monat durch, eine Lösung lässt auf sich warten.

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