Honda is back. Die Japaner stellten in Tokyo ihre Power Unit für die Formel 1-Saison 2026 vor. Fans konnten die Präsentation via Livestream auf YouTube verfolgen. Trotz der öffentlichen Präsentation des Motors schien Honda nicht alle Details des Designs verraten zu wollen, entsprechend gibt es auch nur ein offizielles Pressefoto vom RA626H. Es zeigt das Gehäuse des Verbrennungsmotors, das Primärauspuffrohr, zwei Kamine und die Grundstruktur des Designs.

Durch das neue Motorenreglement ist der Hybridanteil erhöht worden, wodurch das Verhältnis zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb fast 50:50 beträgt. Deutlich wird das an der größeren Steuerelektronik und Akku – die große orangefarbene Box und das Modul darüber, das an der Honda Power Unit zu sehen ist. Auf Social Media postete Honda ein weiteres Bild, das den Motor aus einer anderen Perspektive zeigt. Allerdings lässt sich darauf der Teil, wo die MGU-K befestigt ist, nicht deutlich erkennen.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir über alle Voraussetzungen verfügen, um in Zukunft um Siege zu kämpfen. Wir haben großes Vertrauen in die Honda-Antriebseinheit und das dahinterstehende Entwicklerteam. Unser Weg wird nicht immer einfach sein und es erwarten uns sicherlich einige Herausforderungen, doch der Siegeswille treibt beide Unternehmen voran und wir freuen uns auf viele erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit", betonte Teameigentümer Lawrence Stroll.

Die Partnerschaft mit Honda bis mindestens 2030 ist für Aston Martin ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Top-Team. Dieses Vorhaben hat sich Stroll einiges kosten lassen: Neben einem neuen Technology Campus, der mit modernster Infrastruktur glänzt, wurde auch ein hochmoderner Windkanal errichtet, der dem Team bessere aerodynamische Entwicklungsmöglichkeiten bieten soll.

Showcar Aston Martin AMR26
In Tokyo gab es auch ein Showcar zu sehen, Foto: Aston Martin F1
Showcar Aston Martin von hinten
Aston Martin Showcar von hinten, Foto: HRC
Neues Honda-Logo auf AMR26
So sieht das neue Honda-Logo aus, Foto: HRC

F1-Rückzug und dann doch nicht

Ursprünglich wollte sich Honda aus der Formel 1 zurückziehen. 2020 kündigte der Hersteller seinen Rückzug in zwei Schritten an. Ende 2021 zog man sich offiziell als aktiver Hersteller zurück, erklärte sich jedoch bereit, die Motoren Red Bull Racing und die Racing Bulls bis zum Ende dieser Regelperiode 2025 zu bauen und zu warten. Aufgrund des neuen Motorenreglements vollzog Honda dann eine Rolle rückwärts und tat sich mit Aston Martin zusammen, das bis 2030 als Honda-Werksteam an den Start geht.

"Die Formel 1 entwickelt sich zu einem Motorsport der nächsten Generation, der sich den Herausforderungen der Elektrifizierung und Dekarbonisierung stellt", lobte Honda-CEO Toshihiro Mibe. Für diese neue Ära präsentierte Honda auch ein überarbeitetes Logo. Dieses soll in der Formel 1 und anderen Motorsportaktivitäten zum Einsatz kommen, um die "Transformation der Automobilprodukte von Honda" zu demonstrieren.

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