Das Leid von Aston Martin zieht sich in der Formel 1 2026 von einem Rennen zum nächsten und bis mit dem angekündigten großen Upgrade in den nächsten Monaten ein B-Spec des AMR26 auf die Strecke kommt, ist auch kein Ende der Leidenszeit des Teams aus Silverstone zu erwarten. Bis dahin nutzt die Mannschaft von Lance Stroll und Fernando Alonso die Grands Prix als Testsessions, um Daten zu sammeln und diverse weitere Baustellen an ihrem Auto auszusortieren.
Eine dieser Baustellen wurde am Sonntag auf dem Red Bull Ring offenkundig. Beim Österreich-GP kassierte Fernando Alonso nämlich eine Strafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse. So weit, so unspektakulär. Aber der Grund für diese Überschreitung war durchaus ungewöhnlich. Alonso hatte sich nämlich keinen Fehler geleistet, sondern ein Sensor am Auto hatte verrückt gespielt.
Österreich-GP: Deshalb war Fernando Alonso in der Boxengasse zu schnell
Das erklärte der Asturier nach dem Grand Prix. "Ich glaube, es passiert manchmal, dass am Vorderrad ein Sensor überhitzt und dann einen anderen Speed abliest", so Alonso. Die Überschreitung war minimal, der Aston-Pilot wurde mit einer Geschwindigkeit von 80,1 km/h geblitzt. 80 km/h sind in Spielberg in der Boxengasse erlaubt. In der Folge wurden sowohl Alonso als auch Stroll angewiesen, die Geschwindigkeit in der Boxengasse manuell auf 75 bzw. 70 km/h zu halten.
Offenbar war es nicht das erste Mal, dass jener Sensor am AMR26 seinen Dienst nicht korrekt erfüllte. "Ich schätze, das passiert manchmal. Im Training hatten wir das vor ein paar Wochen", so Alonso. Tatsächlich wurde sein Team nach den Trainings in Monaco für eine Überschreitung von 0,5 km/h zur Kasse gebeten. Dass das Formel-1-Timing in Monaco fehlerhaft war, ist zwar bekannt, aber kein anderer Verstoß war dort so hoch ausgefallen.
Die 5-Sekunden-Strafe war für Alonso, der als einziger Fahrer dreimal überrundet wurde und damit auf der letzten Position landete, natürlich völlig irrelevant. Das Problem mit dem Boxenlimiter bildet aber noch einen weiteren Aufzählungspunkt auf der ohnehin schon langen Liste an Baustellen, die Aston-Martin-Honda zu bewältigen hat.
Weitere dieser Punkte sind nicht nur die mangelnde Performance von Chassis und Motor, sondern auch die Zuverlässigkeit der Power Unit. Diese machte in der brütenden Hitze von 35 Grad in Spielberg am Auto von Lance Stroll schlapp. Das Team vermutet, dass das Problem vom Energie-Rekuperationssystem (ERS) ausging. Wie Hondas Trackside-Vertreter Shintaro Orihara nach dem Rennen erklärte, habe man in den Daten ein "komisches Verhalten eines Sensors entdeckt", und deshalb das Auto als Vorsichtsmaßnahme zurück an die Box beordert.
Weitere Analysen konnte man zu dem potenziellen Problem noch nicht anstellen. Es war der zehnte Ausfall eines Aston Martins im achten Saisonrennen. Lance Stroll erreichte das Ziel bislang in der Formel-1-Saison 2026 nur zweimal, Alonso immerhin viermal. Für das kommende Wochenende in Silverstone ist keine Besserung zu erwarten. Aktuell wird damit gerechnet, dass das Upgrade zwischen dem Belgien-GP Mitte Juli und dem ersten F1-Rennen nach der Sommerpause in Zandvoort ausgerollt wird.



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