Ein dreister Diebstahl ereignete sich in der Nacht von Montag auf Dienstag. Aus einem Lager in Frankreich wurden offenbar zahlreiche Rennkarts entwendet, darunter das letzte Kart mit dem Jules Bianchi gefahren ist. Das vermeldete sein Vater Philippe in einem Social-Media-Post.
In diesem schrieb er: "Ich wende mich heute Abend an meine Kart-Familie. In der letzten Nacht wurden wir ausgeraubt und skrupellose Diebe haben 9 JB17 Forever-Karts gestohlen." Bei JB17 Forever handelt es sich um eine Kartmarke, die in Andenken an den 2015 verstorbenen Formel-1-Fahrer benannt ist.
Jules Bianchis Kart gestohlen: Sentimentaler Wert schmerzt
Der materielle Wert steht dabei natürlich im Hintergrund. Dass ausgerechnet das letzte Kart gestohlen wurde, mit dem Bianchi vor seinem Formeldebüt 2007 Rennen bestritten hatte, schmerzt seinen Vater natürlich besonders, wie dieser in dem Posting betonte: "Noch schlimmer ist, dass sie das letzte Kart von Jules, ein KZ 125 Modell ART GP sowie die Minikarts meiner Enkel gestohlen haben."
"Abgesehen von dem Wert der Maschinen ist es der sentimentale Wert, der uns wehtut", so Philippe Bianchi weiter, der sich anschließend direkt an die Kart-Community wandte und diese um Hinweise bat: "Wenn Sie JB17-Karts im Umlauf sehen, benachrichtigen Sie mich bitte."
Bianchi war beim Großen Preis von Japan 2014 im Marussia schwer verunglückt, als er mit einem Bergungsfahrzeug kollidierte. Der Franzose befand sich anschließend neun Monate lang im künstlichen Koma, ehe er im Juli 2015 seinen Verletzungen erlag. Bianchi ist der letzte Fahrer bis heute, der in Folge eines Unfalls bei einem Formel-1-GP ums Leben kam.
Der langjährige Ferrari-Junior galt als herausragendes Talent mit guten Chancen im Laufe seiner Karriere ein Cockpit bei der Scuderia zu ergattern. 2013 hatte der aus Nizza stammende Pilot für Marussia sein Debüt in der Formel 1 gegeben und dabei mit einem neunten Platz beim Monaco-GP auch die ersten Punkte für den Hinterbänkler-Rennstall eingefahren.



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