Die Formel 1 ist ein intensiver Sport und nur die besten Fahrer mit der größten Verbissenheit schaffen es bis in die hart umkämpfte Königsklasse. Im täglichen Trubel mit WM-Kampf, Hochgeschwindigkeit und Medien-Zirkus dürfen die Piloten aber auch einmal Spaß haben. Die am Sonntag vor dem Grand-Prix-Start stattfindenden Fahrerparaden, bei denen die Fahrer eigentlich den Fans präsentiert werden, mutierten 2025 einige Male zu wilden Rennen mit unseriösen Fortbewegungsmitteln – und ernste Profi-Sportler wurden zu Kleinkindern. Motorsport-Magazin.com präsentiert die verrücktesten Drivers' Parades 2025.
Großer Preis von Miami: Durch LEGO-Autos werden F1-Fahrer zu Kindern
Die wohl denkwürdigste und für die Fahrer auch lustigste Fahrerparade des Formel-1-Jahres 2025 fand in Miami statt. Eigentlich gilt der Miami International Autodrome als keine besonders beliebte Strecke unter den Fahrern, doch dort fand vermutlich das spaßigste Rennen der Saison für die 20 Piloten statt – noch bevor die Lichter in Florida auf Grün schalteten.
Die Formel 1 und ihr Partner LEGO veranstalteten eine einmalige Fahrerparade: Die Piloten durften voll funktionsfähige und lebensgroße Autos, bestehend aus rund 400 Tausend LEGO-Teilchen, um das Autodrome fahren. Knapp 30 Profi-Designer, Ingenieure und professionelle LEGO-Bauer arbeiteten über 22 Tausend Stunden, um alle zehn Boliden zu bauen. Die Autos erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und waren mit echten Soft-Reifen von Pirelli ausgestattet.




Die viele Arbeit, die in die LEGO-Boliden gesteckt wurde, und der relativ geringe Top-Speed hinderte Charles Leclerc, George Russell und Co. aber nicht daran, im Ein-Runden-Rennen alles zu geben und Chaos zu stiften. Es gab Überholmanöver, Kollisionen und Ausfälle. Kurven wurden abgekürzt und Trümmerteile lagen auf der Strecke. Aus F1-Fahrern wurden große Kinder, die sich keiner linken Taktik zu schade waren. Auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Formel 1 gibt es das ganze LEGO-Rennen zu sehen.




Großer Preis der USA: Mit Wüstenbuggys über den Asphalt
In Texas ist bekanntlich alles größer. Das gilt auch für die Autos der Formel-1-Fahrerparade. In Austin wurden Lando Norris und Oscar Piastri in großen Wüstenbuggys gesetzt und über den Circuit of the Americas chauffiert.



Auf den Buggys war wilde Kunst in der Teamfarbe des darinsitzenden Piloten zu sehen. Die Fahrer durften dieses Mal nicht selbst am Steuer sitzen, ließen sich aber einen kleinen Adrenalinschub nicht nehmen. Einige strecken sich aus dem Fenster und winkten den Fans zu.



Großer Preis von São Paulo: Seifenkisten-Chaos in Interlagos
Der São Paulo Grand Prix sorgt jedes Jahr für spannende Rennaction und ikonische Momente. Auch die Fahrerparade in Interlagos war 2025 ein Highlight der Saison. Die F1-Fahrer wurden in Seifenkisten gesteckt – und wie bereits in Miami wurde der Konkurrenz-Funke in ihnen geweckt.



Es gab ein Rennen vor dem Rennen, inklusive chaotischen Manövern und üblen Tricks. Einige der schwachen Kisten schafften es nicht über die kompletten 4,309 Kilometer und blieben stehen. Die gestrandeten Formel-1-Fahrer wurden netterweise von ihren Konkurrenten aufgesammelt und mitgenommen.



Die beiden Williams-Piloten Alex Albon und Carlos Sainz waren besonders skrupellos. Da ihre Seifenkiste etwas schwächer war als die anderen, entschieden sie sich, fast zwei Drittel der Strecke abzukürzen. Dafür nahmen sie einen Teil der alten Strecke und fuhren über Betriebsstraßen.



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