Für Oscar Piastri war der Sprint in Interlagos in Runde 6 vorbei. In Kurve 3 nahm der McLaren-Pilot den Kerb zu hart mit, verlor durch die nasse Oberfläche die Kontrolle über seinen Boliden und krachte in die Streckenbegrenzung. Daraufhin wurde zuerst die gelbe Flagge geschwenkt, dann das Safety-Car auf die Strecke geschickt und zwei Runde später der Sprint mit roten Flaggen unterbrochen. Der Grund: nach Piastri flogen in Runde sechs an exakt derselben Stelle noch zwei weitere Piloten ab.
Ein Unfall jagt den Nächsten - die Ausfälle in Kurve 3 im Sprint von Sao Paulo
Nach dem Einschlag von Piastri wurden an der Unfallstelle zunächst gelbe Flaggen geschwenkt, wenig später folgte der Einsatz von Bernd Mayländer. Nico Hülkenberg kam genau zum Zeitpunkt des Ausrufs der gelben Flaggen in Kurve 3 an, verbremste sich ebenfalls auf dem nassen Kerb und schlug neben dem McLaren-Pilot in die Wand ein.
"Einfach schade", zeigte sich Hülkenberg nach dem Sprint enttäuscht. "Offensichtlich habe ich irgendwo eine nasse Stelle erwischt und dadurch das Heck verloren. Das Team hat mir gesagt, dass wahrscheinlich Oscar, der ein paar Autos vor mir unterwegs war, den Kerb getroffen hat und vielleicht ein bisschen Wasser auf die Strecke gebracht hat." Hülkenbergs Rennen war damit noch nicht vorbei. Er konnte seinen Sauber an die Box zurückschleppen, wo das Auto während der Rennunterbrechung den Regeln entsprechend repariert werden durfte. Mehr als der vorletzte Platz sprang für Hülkenberg jedoch nicht heraus.
Nur Alex Albon lag hinter dem Deutschen. Der Williams-Pilot musste in der letzten Runde stark abbremsen, um nicht von Gabriel Bortoleto abgeschossen zu werden. Der Brasilianer verlor die Kontrolle über sein Auto und flog in hohem Bogen in die Streckenbegrenzung in Kurve 2. Alles dazu könnt ihr hier lesen:
Piastri und Hülkenberg waren jedoch nicht die einzigen Unfallfahrer in Runde sechs: Franco Colapinto komplettierte das Trio der Formel-1-Bruchpiloten von Interlagos. Der Alpine-Pilot machte genau denselben Fehler wie seine Vorgänger und verlor seinen Boliden auf den nassen Kerbs. "Ich habe in Kurve 3 einfach das Auto verloren", sagte der Alpine-Pilot. "Ich glaube, es war ein bisschen frisches Wasser auf der Strecke. Ich muss mir die Situation noch einmal aus der Onboard-Perspektive ansehen, um sie besser zu verstehen."
Wie kam es zu den drei Abflügen im F1-Sprint von Brasilien?
Der Auslöser für die drei Ausrutscher in Kurve 3 war Lando Norris. Der Führende im Sprint wirbelte das Wasser vom Kerb auf die Strecke. Mercedes-Pilot Andrea Kimi Antonelli, der hinter ihm fuhr, bekam einen Schwall davon auf den Helm. Er funkte kurz nachdem die Rotphase in Runde 8 ausgerufen worden war an die Box: "Norris hat den Kerb getroffen und eine ganze Menge Wasser auf die Rennlinie gespritzt." Durch den Abflug von Piastri wurden die Streckenbedingungen noch einmal verschlimmert.



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