Fernando Alonso startete beim Formel 1-Rennen in Baku vom elften Platz. Sein Teamkollege Lance Stroll stand auf P14. Aston Martin war nach dem Qualifying dennoch zufrieden, die Punkteränge blieben das Ziel.

Von Punkten war Alonso im Rennen dann allerdings weit entfernt. Zum Teil war er dafür selbst verantwortlich: Bereits am Start patzte der erfahrene Asturier selbst. Er ließ sich von Oscar Piastris Fehlstart direkt vor ihm verleiten und fuhr ebenfalls zu früh los. Die Folge: eine 5-Sekunden-Strafe, die er beim Boxenstopp absitzen musste. Das Ergebnis: Platz 15 und keine WM-Punkte für den Doppelweltmeister.

Der Auslöser für Alonsos Fehlstart in Baku: Oscar Piastri!

McLaren-Pilot Oscar Piastri startete nach einem verpatzten Qualifying vom neunten Platz ins Rennen. Somit stand der WM-Führende in der Startaufstellung direkt vor Fernando Alonso. Piastri ließ am Start die Kupplung zu früh kommen, wodurch sich sein Bolide deutlich nach vorne bewegte, obwohl die fünf roten Startampeln noch leuchteten. Alonso hinter ihm reagierte auf den falschen Start und handelte sich - wie auch der McLaren-Pilot - eine 5-Sekunden-Strafe ein.

"Offensichtlich sind wir [Piastri und ich] losgefahren, bevor die Ampeln aus waren. Es ist unglücklich, aber ich denke, das hat nichts am Rennergebnis geändert. Wir waren heute extrem langsam", so Alonsos Statement. Als er von der Box per Funk über die Strafe informiert wurde, war die Überraschung für ihn nicht besonders groß. Keine Widerrede, keine Beschwerde vom Spanier. Stattdessen gestand er seinen Fehler ein und entschuldigte sich direkt dafür bei seiner Mannschaft.

F1-Formtief: Wie geht es nun für Aston Martin weiter?

Aston Martin steckt seit dem Ende der Sommerpause in einem Formtief. Alonsos Teamkollege Lance Stroll belegte in Monza den 18. Platz - als Letzter. Alonso fiel in Runde 24 aus, nachdem seine Hinterradaufhängung brach.

Auch in Baku lief es für die beiden Aston Martins nicht viel besser als in Monza, was laut Alonso, vor allem an der Leistung des Autos lag. "Wir haben ein Auto mit ganz speziellen Eigenschaften. Diese passen nicht zu Monza, nicht zu Baku, nicht zu Las Vegas und auch nicht zu Mexiko", betonte er.

Was alle diese Strecken gemeinsam haben: den Highspeed-Aspekt. Damit ein Auto auf diesen Kurse funktioniert, sollte es besonders viel Motorleistung und wenig Abtrieb erzeugen. Der Aston-Martin-Bolide hat unter diesen Bedingungen laut dem Spanier wohl Schwierigkeiten.

"Ich erwarte, dass wir in Las Vegas und Mexiko im hinteren Feld sind. Danach kommen aber wieder vier Rennen, wo wir hoffentlich mehr Möglichkeiten haben, Punkte zu holen", so Alonso.

Vor Mexiko und Las Vegas müssen sich die Piloten aber noch auf die Reise nach Singapur begeben. Dort findet in zwei Wochen das Nachtrennen auf dem Marina Bay Street Circuit statt. Letztes Jahr konnte Aston Martin dort vier Punkte holen.

Den Rennbericht zum heutigen Grand Prix von Aserbaidschan findest du hier: